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Risiko & Vorsorge

Welche Früherkennung Ihnen ab welchem Alter zusteht, was eine IGeL-Leistung ist und wie sich Risiken einordnen lassen — nach den Regeln, die in Deutschland gelten.

Aktualisiert 7. September 2026 · Zuletzt geprüft 7. September 2026 · 17 Rechner

Gesundheitsuntersuchung Was der „Check-up" umfasst und wann er ansteht Berechnen → Kassenleistung oder IGeL? Wer zahlt — und warum das oft unklar bleibt Berechnen → Darmkrebsvorsorge Stuhltest und Koloskopie im Vergleich Berechnen → Mammographie-Screening Einladung, Altersgrenzen, Ablauf Berechnen → Zervix-Screening Pap-Abstrich und HPV-Test Berechnen → Hautkrebs-Screening Ablauf und die ABCDE-Regel Berechnen → Prostata-Früherkennung Tastuntersuchung, PSA und die Debatte Berechnen → Impfstatus Erwachsene Auffrischungen nach STIKO Berechnen → Diabetes-Risikotest Nach dem Fragebogen, der in Deutschland genutzt wird Berechnen → Osteoporose-Risiko Faktoren und wann Messung sinnvoll ist Berechnen → Sturzrisiko im Alter Wohnung, Medikamente, Beweglichkeit Berechnen → Pack-Years Rauchbelastung in einer Zahl Berechnen → AUDIT-C Drei Fragen zum Trinkverhalten Berechnen → Radon im Haus Referenzwert 300 Bq/m³ und was er bedeutet Berechnen → UV-Index und Schutz Eigenschutzzeit und Nachcremen Berechnen → Hörvermögen prüfen Hinweise auf Hörverlust Berechnen → Familienanamnese ordnen Was die Praxis wissen will Berechnen →

Früherkennung in Deutschland — wer hat worauf Anspruch

Anders als in vielen Ländern ist in Deutschland schriftlich geregelt, welche Früherkennungsuntersuchung wem in welchem Alter zusteht. Grundlage sind die Richtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA). Die Übersicht zeigt den Rahmen für gesetzlich Versicherte ohne besonderes Risiko.

UntersuchungAb wann Rhythmus
Gesundheitsuntersuchung („Check-up") einmalig 18–34, dann ab 35ab 35 alle drei Jahre
Hautkrebs-Screening ab 35alle zwei Jahre
Darmkrebs — Stuhltest (iFOBT) ab 50jährlich bis 54, danach alle zwei Jahre
Darmkrebs — Koloskopie Männer ab 50, Frauen ab 55zwei Untersuchungen im Abstand von zehn Jahren
Mammographie-Screening ab 50alle zwei Jahre, Einladung per Post
Zervix — Pap-Abstrich ab 20jährlich bis 34
Zervix — Ko-Test (Pap + HPV) ab 35alle drei Jahre
Prostata — Tastuntersuchung ab 45jährlich

Diese Angaben beschreiben den allgemeinen Rahmen und ändern sich, wenn der G-BA seine Richtlinien anpasst — die Altersgrenze beim Mammographie-Screening wurde zuletzt nach oben erweitert. Bei familiärer Vorbelastung oder bestehender Erkrankung gelten andere Intervalle. Verbindlich Auskunft gibt Ihre Krankenkasse, und was für Sie sinnvoll ist, bespricht Ihre Hausarztpraxis.

Kassenleistung oder IGeL?

Das ist die Frage, die in einer deutschen Praxis am häufigsten unbeantwortet bleibt. IGeL steht für individuelle Gesundheitsleistungen: Angebote, die Sie selbst bezahlen, weil sie nicht im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung stehen.

Nicht im Katalog zu stehen heißt nicht automatisch „unnütz" — und es heißt erst recht nicht „besonders gut". Es heißt, dass der Nutzen für die Allgemeinheit nicht ausreichend belegt ist. Bei einigen häufig angebotenen Leistungen kommen unabhängige Bewertungen sogar zu einem negativen Ergebnis, weil der mögliche Schaden durch Fehlalarme und Folgeuntersuchungen den Nutzen überwiegt.

Drei Fragen, die vor jeder Zusage weiterhelfen:

Sie haben Anspruch auf schriftliche Aufklärung und einen Kostenvoranschlag vor der Behandlung, und Sie dürfen in Ruhe darüber nachdenken. Eine Entscheidung im Wartezimmer muss niemand treffen.

Radon — der Referenzwert liegt bei 300 Bq/m³

Radon ist ein natürliches radioaktives Gas, das aus dem Boden in Gebäude eindringt, und nach dem Rauchen die zweithäufigste Ursache für Lungenkrebs. Das deutsche Strahlenschutzgesetz nennt einen Referenzwert von 300 Becquerel pro Kubikmeter als Jahresmittelwert in Aufenthaltsräumen.

Der Wert ist keine Gefahrengrenze, sondern eine Schwelle, ab der man prüfen soll, ob sich die Belastung mit vertretbarem Aufwand senken lässt. Wie hoch die Belastung in Ihrer Region ist, zeigt die Radonkarte des Bundesamts für Strahlenschutz; Gewissheit für das eigene Haus gibt nur eine Messung über mehrere Monate.

Was hier bewusst fehlt
Keine Prozentzahl für Ihr Herz-Kreislauf-Risiko
SCORE2 und arriba brauchen aktuelle Laborwerte und die ärztliche Einordnung. Ihre Hausarztpraxis rechnet den Wert im Rahmen des Check-up mit Ihnen durch — dort gehört er hin.
Keine Krebsrisiko-Rechner
Eine Prozentzahl ohne Beratung hilft niemandem. Bei familiärer Belastung gibt es dafür humangenetische Beratungsstellen.
Keine Entwarnung
Ein unauffälliger Risikotest bedeutet nicht, dass nichts ist. Er bedeutet, dass die abgefragten Faktoren unauffällig waren.

Die Rechner in dieser Kategorie sind allgemeine Information. Sie ersetzen keine Früherkennungsuntersuchung und keine ärztliche Beratung, und ein Ergebnis hier ändert nichts an Ihrem Anspruch gegenüber der Krankenkasse. Verschieben Sie keinen angebotenen Termin, weil ein Fragebogen auf dieser Seite unauffällig ausgefallen ist. Einzelheiten im medizinischen Haftungsausschluss.