UV-Index und Schutz
UV-Strahlung hat mit Wärme nichts zu tun. Deshalb ist der bewölkte Tag mit Sonnenbrand eher die Regel als die Ausnahme.
Aktualisiert 7. September 2026 · Referenzwerte von 2026
Schutz einschätzen
Den aktuellen UV-Index gibt es als Vorhersage — hier geht es darum, was er bedeutet.
aus Wetterbericht oder App
Empfehlung
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—Was der UV-Index angibt
Eine Zahl für die Stärke der sonnenbrandwirksamen Strahlung — international einheitlich und unabhängig von der Temperatur. Das ist der wichtigste Punkt: UV-Strahlung hat mit Wärme nichts zu tun. Ein kühler, windiger Apriltag im Gebirge kann höhere Werte haben als ein schwüler Julitag in der Stadt.
| UV-Index | Was gilt |
|---|---|
| 1 bis 2 | gering — kein Schutz nötig |
| 3 bis 5 | mittel — Schutz erforderlich |
| 6 bis 7 | hoch — Schutz erforderlich |
| 8 bis 10 | sehr hoch — mittags Aufenthalt im Freien meiden |
| ab 11 | extrem — Aufenthalt im Freien möglichst vermeiden |
Ab einem Wert von 3 wird Schutz empfohlen. In Deutschland wird dieser Wert im Sommer regelmäßig überschritten — an klaren Tagen auch außerhalb der Mittagszeit.
Die Schattenregel
Wenn Sie keinen Wert zur Hand haben, hilft ein Blick auf den eigenen Schatten:
Ist Ihr Schatten kürzer als Sie selbst, steht die Sonne hoch — und die Strahlung ist stark. Ist er länger, ist sie geringer.
Das ist keine Messung, aber es funktioniert überall und jederzeit, und es erklärt auch, warum die Mittagszeit die entscheidende ist: In diesen Stunden fällt der weitaus größte Teil der Tagesdosis an.
Was die Belastung erhöht
- Höhe: pro tausend Höhenmeter nimmt die Strahlung spürbar zu.
- Reflexion: Schnee wirft einen Großteil der Strahlung zurück und verdoppelt die Belastung nahezu — das ist der Grund für Sonnenbrand beim Skifahren, auch unter der Nase und am Kinn. Sand und Wasser reflektieren weniger, aber merklich.
- Wasser: UV-Strahlung dringt in die oberen Wasserschichten ein. Untergetaucht zu sein schützt nicht zuverlässig.
- Dünne Bewölkung: Sie senkt die Strahlung kaum. Der bewölkte Tag mit Sonnenbrand ist keine Ausnahme, sondern die Regel — es fehlt nur das Wärmegefühl als Warnsignal.
Die Rangfolge des Schutzes
- Schatten — besonders zwischen 11 und 15 Uhr. Er wirkt stärker als alles andere und kostet nichts.
- Kleidung, Hut, Sonnenbrille. Stoff lässt sich nicht zu dünn auftragen und nicht vergessen nachzucremen. Ein Hut mit Krempe schützt Ohren und Nacken — zwei Stellen, an denen Hautkrebs häufig entsteht.
- Sonnencreme für alles, was frei bleibt.
Diese Reihenfolge ist wichtig, weil sie in der Praxis meist umgekehrt gelebt wird.
Zur Sonnencreme
- Die Menge entscheidet. Die angegebene Schutzwirkung wird nur bei einer großzügigen Menge erreicht; die meisten Menschen tragen deutlich weniger auf und erreichen damit einen Bruchteil des angegebenen Faktors. Lieber dick und einmal mehr.
- Nachcremen verlängert nicht. Es erhält den Schutz, den die erste Schicht geboten hat — es verlängert die Zeit nicht, die man in der Sonne bleiben kann.
- Vergessene Stellen: Ohren, Nacken, Fußrücken, Lippen, Kopfhaut am Scheitel.
- Wasserfest heißt nicht wasserdicht. Nach dem Baden und Abtrocknen neu auftragen.
Und das Vitamin D?
Für die Bildung reichen kurze Aufenthalte im Freien mit unbedeckten Unterarmen und Gesicht — deutlich weniger, als für einen Sonnenbrand nötig wäre. Ein Sonnenbrand ist nie nötig und nie nützlich, und für Vitamin D ist er es schon gar nicht.
Häufige Fragen
Ab welchem UV-Index brauche ich Schutz?
Ab einem Wert von 3. In Deutschland wird das im Sommer regelmäßig überschritten, an klaren Tagen auch außerhalb der Mittagszeit. Ab 8 sollte der Aufenthalt im Freien mittags gemieden werden, ab 11 möglichst ganz.
Was ist die Schattenregel?
Ist Ihr Schatten kürzer als Sie selbst, steht die Sonne hoch und die Strahlung ist stark. Ist er länger, ist sie geringer. Das ist keine Messung, funktioniert aber überall und jederzeit — und es erklärt, warum die Mittagszeit entscheidend ist: In diesen Stunden fällt der weitaus größte Teil der Tagesdosis an.
Kann ich bei Bewölkung Sonnenbrand bekommen?
Ja, und das ist eher die Regel als die Ausnahme. Dünne Bewölkung senkt die UV-Strahlung kaum — es fehlt nur das Wärmegefühl als Warnsignal. Auch Wasser schützt nicht zuverlässig: UV-Strahlung dringt in die oberen Wasserschichten ein.
Wie viel Sonnencreme muss ich nehmen?
Deutlich mehr, als die meisten auftragen. Die angegebene Schutzwirkung wird nur bei einer großzügigen Menge erreicht; wer sparsam cremt, erreicht einen Bruchteil des angegebenen Faktors. Und Nachcremen verlängert die Zeit in der Sonne nicht — es erhält nur den Schutz, den die erste Schicht geboten hat.
Werden meine Angaben zum Sonnenschutz gespeichert?
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Die Skala des UV-Index, die Schutzempfehlungen ab einem Wert von 3 sowie Angaben zur Zunahme der Strahlung mit der Höhe und zur Reflexion durch Schnee, Sand und Wasser entsprechen den Informationen des Bundesamtes für Strahlenschutz und der Weltgesundheitsorganisation; die UV-Index-Vorhersage für Deutschland wird vom Bundesamt für Strahlenschutz gemeinsam mit dem Deutschen Wetterdienst herausgegeben. Die Rangfolge aus Schatten, Kleidung und Sonnencreme sowie die Hinweise zur Auftragsmenge folgen denselben Quellen. Der Zusammenhang zwischen Sonnenbränden im Kindesalter und dem Melanomrisiko ist epidemiologisch belegt.
Was dieser Rechner nicht leistet: er misst keine Strahlung und nennt keine Aufenthaltsdauer in Minuten. Die zulässige Zeit hängt von zu vielen Größen ab, um seriös beziffert zu werden.
Zuletzt geprüft 7. September 2026 · Nächste Prüfung März 2027 · Veröffentlicht 7. September 2026
Die Rechner auf dieser Seite sind allgemeine Information und ersetzen keine ärztliche Beratung. Ob eine Untersuchung in Ihrem Fall sinnvoll ist, hängt von Ihrer persönlichen Situation ab. Einzelheiten im medizinischen Haftungsausschluss.