Impfstatus Erwachsene
Bei Kindern erinnern Vorsorgetermine an den Impfkalender. Bei Erwachsenen erinnert niemand — deshalb sind Lücken die Regel.
Aktualisiert 7. September 2026 · Referenzwerte von 2026
Lücken finden
Diese Seite ersetzt keinen Impfplan — sie zeigt, was Sie ansprechen sollten.
in Jahren
Was Sie ansprechen sollten
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—Impfen hört nicht mit der Kindheit auf
Bei Kindern gibt es einen Kalender, an den Vorsorgetermine erinnern. Bei Erwachsenen erinnert niemand — und deshalb sind Lücken die Regel und nicht die Ausnahme.
Die Empfehlungen stammen von der Ständigen Impfkommission und werden jährlich aktualisiert. Was hier steht, ist eine Orientierung; maßgeblich ist die aktuelle Fassung und das Gespräch in der Praxis.
Die drei häufigsten Lücken
- Tetanus und Diphtherie: Auffrischung alle zehn Jahre. Das ist die Impfung, an die sich am ehesten jemand erinnert — und die trotzdem am häufigsten überfällig ist, weil zehn Jahre lang niemand danach fragt.
- Keuchhusten: einmal im Erwachsenenalter, üblicherweise zusammen mit der nächsten Tetanus-Auffrischung. Der Schutz aus der Kindheit hält nicht lebenslang, und Erwachsene sind eine wichtige Ansteckungsquelle für Säuglinge.
- Masern: Für nach 1970 Geborene wird ein gesicherter Schutz empfohlen — zwei dokumentierte Impfungen oder eine durchgemachte Erkrankung. Wer davor geboren wurde, hatte die Erkrankung mit hoher Wahrscheinlichkeit.
Zum Masernschutz kommt eine rechtliche Seite: Wer in bestimmten Einrichtungen arbeitet oder betreut wird — Kitas, Schulen, medizinische Einrichtungen, Gemeinschaftsunterkünfte — muss den Schutz nachweisen. Das ist keine Empfehlung, sondern Pflicht.
Ab 60 kommt dazu
- Influenza — jährlich, im Herbst.
- Pneumokokken — gegen Lungenentzündungen und schwere Verläufe.
- Gürtelrose — mit einem Totimpfstoff in zwei Dosen. Sie wird oft unterschätzt: Die Erkrankung kann anhaltende Nervenschmerzen hinterlassen, die schwer behandelbar sind.
Bei chronischen Erkrankungen oder geschwächtem Immunsystem gelten diese Empfehlungen früher — häufig ab 50 oder unabhängig vom Alter.
Der verlorene Impfausweis
Das ist der häufigste Grund, warum Menschen das Thema aufschieben — und es ist kein Problem, das sich nicht lösen lässt:
- Fragen Sie in Praxen nach, in denen Sie früher waren; viele haben Impfungen dokumentiert.
- Auch das Gesundheitsamt, die Schule oder frühere Arbeitgeber mit Betriebsarzt können Unterlagen haben.
- Findet sich nichts, gilt der Grundsatz: Im Zweifel wird geimpft. Eine zusätzliche Impfung bei bestehendem Schutz ist in aller Regel unproblematisch — Unsicherheit über Jahre ist es nicht.
Lassen Sie sich einen neuen Ausweis anlegen und alles eintragen, was sich nachweisen lässt.
Was das kostet
Impfungen, die von der Ständigen Impfkommission empfohlen sind, sind Kassenleistung — auch bei Erwachsenen. Reiseimpfungen werden je nach Krankenkasse ganz, teilweise oder gar nicht übernommen; das lohnt sich vorher zu klären.
Häufige Fragen
Welche Impfungen brauchen Erwachsene regelmäßig?
Regelmäßig aufgefrischt wird vor allem Tetanus und Diphtherie, alle zehn Jahre. Einmal im Erwachsenenalter kommt Keuchhusten dazu, üblicherweise zusammen mit der nächsten Tetanus-Auffrischung. Und für nach 1970 Geborene wird ein gesicherter Masernschutz empfohlen — zwei dokumentierte Impfungen oder eine durchgemachte Erkrankung.
Was tue ich, wenn der Impfausweis weg ist?
Das ist lösbar. Fragen Sie in Praxen nach, in denen Sie früher waren; auch Gesundheitsamt, Schule oder frühere Arbeitgeber mit Betriebsarzt können Unterlagen haben. Findet sich nichts, gilt: Im Zweifel wird geimpft. Eine zusätzliche Impfung bei bestehendem Schutz ist in aller Regel unproblematisch — jahrelange Unsicherheit ist es nicht.
Was kommt ab 60 dazu?
Influenza jährlich im Herbst, Pneumokokken gegen Lungenentzündungen und schwere Verläufe, sowie Gürtelrose mit einem Totimpfstoff in zwei Dosen. Letztere wird oft unterschätzt: Die Erkrankung kann anhaltende Nervenschmerzen hinterlassen, die schwer behandelbar sind. Bei chronischen Erkrankungen gelten diese Empfehlungen häufig früher.
Was kosten Impfungen für Erwachsene?
Impfungen, die von der Ständigen Impfkommission empfohlen sind, sind Kassenleistung — auch bei Erwachsenen. Reiseimpfungen werden je nach Krankenkasse ganz, teilweise oder gar nicht übernommen; das lohnt sich vorher zu klären.
Werden meine Angaben zum Impfstatus gespeichert?
Nein. Die Auskunft läuft vollständig mit JavaScript in Ihrem Browser; Alter und die übrigen Angaben verlassen Ihr Gerät nicht und werden nicht gespeichert.
Die genannten Impfempfehlungen für Erwachsene — Auffrischung gegen Tetanus und Diphtherie alle zehn Jahre, einmalige Keuchhustenimpfung im Erwachsenenalter, Masernschutz für nach 1970 Geborene sowie die Standardimpfungen ab 60 Jahren — entsprechen den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission am Robert Koch-Institut, die jährlich aktualisiert werden. Die Nachweispflicht für den Masernschutz in bestimmten Einrichtungen ergibt sich aus dem Infektionsschutzgesetz. Die Kostenübernahme von STIKO-empfohlenen Impfungen durch die gesetzlichen Krankenkassen ist in der Schutzimpfungs-Richtlinie geregelt.
Was dieser Rechner nicht leistet: er erstellt keinen Impfplan und nennt keine Impfstoffe oder Dosierungen. Maßgeblich ist die aktuelle Fassung der Empfehlungen und das Gespräch in Ihrer Praxis.
Zuletzt geprüft 7. September 2026 · Nächste Prüfung März 2027 · Veröffentlicht 7. September 2026
Die Rechner auf dieser Seite sind allgemeine Information und ersetzen keine ärztliche Beratung. Ob eine Untersuchung in Ihrem Fall sinnvoll ist, hängt von Ihrer persönlichen Situation ab. Einzelheiten im medizinischen Haftungsausschluss.