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Check-up

Viele erwarten ein umfassendes Durchchecken und bekommen etwas deutlich Schlankeres. Der Unterschied wird im Termin oft nicht deutlich gemacht.

Aktualisiert 7. September 2026 · Referenzwerte von 2026

Enthalten und nicht enthalten Kassenleistung Gespräch · Untersuchung · Blutdruck Blutfette · Zucker · Urin Zusatzangebote Ultraschall · großes Blutbild Vitamin D · PSA — selbst zu zahlen Der Unterschied wird im Termin oft nicht deutlich gemacht.
Ultraschall, großes Blutbild und Vitamin D sind nicht Teil der Gesundheitsuntersuchung — sie werden als Zusatzleistung angeboten.
Stand der Angaben Was die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen, legt der Gemeinsame Bundesausschuss fest — und das ändert sich. Altersgrenzen und Abstände werden regelmäßig angepasst. Nehmen Sie die Angaben hier als Orientierung und lassen Sie sich den aktuellen Stand in Ihrer Praxis oder von Ihrer Krankenkasse bestätigen; beides kostet nichts.

Was steht Ihnen zu?

Die Gesundheitsuntersuchung ist eine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen.

in Jahren

Was der Check-up ist

Die Gesundheitsuntersuchung — meist einfach Check-up genannt — ist eine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen zur Früherkennung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Nierenerkrankungen.

Der Rhythmus ist gestaffelt: Im jüngeren Erwachsenenalter besteht ein einmaliger Anspruch, ab 35 Jahren alle drei Jahre. Dazu kommt ein einmaliges Screening auf Hepatitis B und C, das ebenfalls ab 35 im Rahmen des Check-ups möglich ist.

Was enthalten ist

Im jüngeren Erwachsenenalter fällt der Umfang kleiner aus; Blut- und Urinuntersuchung gehören dort nur bei entsprechendem Risikoprofil dazu. Was in Ihrem Fall gilt, sagt Ihnen die Praxis.

Was nicht enthalten ist

Hier entsteht die häufigste Enttäuschung. Viele erwarten ein umfassendes Durchchecken und bekommen etwas deutlich Schlankeres. Nicht enthalten sind unter anderem:

Diese Untersuchungen werden häufig als Zusatzleistung angeboten und sind dann selbst zu zahlen. Das ist zulässig — es muss Ihnen aber vorher klar gesagt werden. Mehr dazu unter Kassenleistung oder Selbstzahler.

Was der Check-up leisten kann — und was nicht

Er ist gut darin, unbemerkte Risikofaktoren zu finden: erhöhter Blutdruck, erhöhte Blutzucker- oder Blutfettwerte machen jahrelang keine Beschwerden und lassen sich genau deshalb nur durch Messen entdecken.

Er ist dagegen kein Rundum-Ausschluss. Ein unauffälliger Check-up bedeutet nicht, dass nichts vorliegt — er bedeutet, dass die geprüften Dinge unauffällig waren. Wer Beschwerden hat, wartet damit nicht bis zum nächsten Termin.

Ehrlich dazu gehört auch: Ob allgemeine Check-ups bei beschwerdefreien Menschen die Sterblichkeit senken, ist in Untersuchungen weniger eindeutig, als man erwarten würde. Der erkennbare Nutzen liegt vor allem darin, behandelbare Risikofaktoren früh zu finden — und dieser Teil ist real.

So holen Sie mehr aus dem Termin

Privat Versicherte Für die private Krankenversicherung gilt diese Regelung nicht. Was dort übernommen wird und in welchen Abständen, steht in Ihrem Vertrag und unterscheidet sich erheblich zwischen Tarifen — manche zahlen mehr als die gesetzliche Regelung vorsieht, andere weniger. Fragen Sie vor dem Termin bei Ihrer Versicherung nach, nicht danach.

Häufige Fragen

Wie oft steht mir der Check-up zu?

Im jüngeren Erwachsenenalter besteht ein einmaliger Anspruch, ab 35 Jahren alle drei Jahre. Dazu kommt ein einmaliges Screening auf Hepatitis B und C, das ebenfalls ab 35 im Rahmen des Check-ups möglich ist. Die Regelungen werden allerdings regelmäßig angepasst — lassen Sie sich den aktuellen Stand in der Praxis bestätigen.

Was ist im Check-up enthalten?

Ein Gespräch zur Vorgeschichte, eine körperliche Untersuchung, Blutdruckmessung, eine Blutuntersuchung auf Blutfette und Nüchternblutzucker, eine Urinuntersuchung und eine Beratung — zu der auch der Blick in den Impfausweis gehört. Im jüngeren Erwachsenenalter fällt der Umfang kleiner aus; Blut- und Urinuntersuchung gehören dort nur bei entsprechendem Risikoprofil dazu.

Warum ist kein Ultraschall dabei?

Weil er nicht Teil der Gesundheitsuntersuchung ist. Ebenfalls nicht enthalten sind ein großes Blutbild, ausgedehnte Laborpakete, Vitamin-D-Bestimmungen, die PSA-Bestimmung und ein Belastungs-EKG. Solche Untersuchungen werden häufig als Zusatzleistung angeboten und sind dann selbst zu zahlen — das ist zulässig, muss Ihnen aber vorher klar gesagt werden.

Heißt ein unauffälliger Check-up, dass alles in Ordnung ist?

Nein. Er bedeutet, dass die geprüften Dinge unauffällig waren — nicht, dass nichts vorliegt. Wer Beschwerden hat, wartet damit nicht bis zum nächsten Termin. Die Stärke des Check-ups liegt woanders: erhöhter Blutdruck sowie erhöhte Zucker- und Blutfettwerte machen jahrelang keine Beschwerden und lassen sich genau deshalb nur durch Messen entdecken.

Werden meine Angaben gespeichert?

Nein. Die Auskunft läuft mit JavaScript in Ihrem Browser; Alter und die übrigen Angaben werden nicht übertragen und nicht gespeichert.

Grundlagen und Quellen
Anspruch, Rhythmus und Inhalte der Gesundheitsuntersuchung ergeben sich aus der Gesundheitsuntersuchungs-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses; das einmalige Screening auf Hepatitis B und C ist dort ebenfalls geregelt. Die Abgrenzung zu Zusatzleistungen folgt denselben Bestimmungen. Die Einordnung des Nutzens allgemeiner Gesundheitsuntersuchungen bei beschwerdefreien Personen entspricht der vorliegenden Übersichtsliteratur.

Was dieser Rechner nicht leistet: er ist keine verbindliche Auskunft. Altersgrenzen und Abstände werden regelmäßig angepasst — maßgeblich ist die jeweils geltende Richtlinie und die Auskunft Ihrer Krankenkasse.

Zuletzt geprüft 7. September 2026 · Nächste Prüfung März 2027 · Veröffentlicht 7. September 2026

Die Rechner auf dieser Seite sind allgemeine Information und ersetzen keine ärztliche Beratung. Ob eine Untersuchung in Ihrem Fall sinnvoll ist, hängt von Ihrer persönlichen Situation ab. Einzelheiten im medizinischen Haftungsausschluss.