Hautkrebs-Screening
Die eigenen Muttermale ähneln sich meist. Der eine, der aus der Reihe fällt, ist der, auf den es ankommt.
Aktualisiert 7. September 2026 · Referenzwerte von 2026
Anspruch und Selbstkontrolle
Die Untersuchung ist eine Inspektion der ganzen Haut — mit bloßem Auge.
in Jahren
Einordnung
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—Was das Screening ist
Ab 35 Jahren besteht alle zwei Jahre Anspruch auf eine Untersuchung der gesamten Haut. Sie kann von einer hautärztlichen Praxis durchgeführt werden oder von einer hausärztlichen, die dafür eine Fortbildung nachgewiesen hat.
Die Untersuchung selbst ist eine Inspektion mit bloßem Auge — vom Kopf bis zwischen die Zehen, einschließlich der Stellen, die man selbst nicht sieht. Sie dauert wenige Minuten und tut nicht weh.
Wichtig zu wissen: Die Untersuchung mit dem Auflichtmikroskop — der beleuchteten Lupe, mit der einzelne Male vergrößert beurteilt werden — ist nicht Teil der Kassenleistung. Sie wird häufig zusätzlich angeboten und ist dann selbst zu zahlen. Viele hautärztliche Praxen setzen sie dennoch ein, weil sie die Beurteilung verbessert; fragen Sie nach, wie es in Ihrer Praxis gehandhabt wird.
Manche Krankenkassen übernehmen das Screening früher als ab 35 oder in kürzeren Abständen. Das ist eine freiwillige Zusatzleistung und unterscheidet sich zwischen den Kassen — ein Anruf klärt es.
Die eigene Kontrolle
Zwischen den Terminen liegen zwei Jahre, und die meisten auffälligen Male fallen den Betroffenen selbst auf. Zwei Hilfen haben sich bewährt:
Die ABCDE-Regel — ein Mal ist auffällig, wenn es:
- Asymmetrisch ist,
- eine unregelmäßige Begrenzung hat,
- mehrere Couleurs, also verschiedene Farbtöne zeigt,
- einen Durchmesser über etwa fünf Millimetern hat,
- sich Erhaben zeigt oder sich verändert hat.
Das hässliche Entlein — und diese Hilfe ist im Alltag oft die nützlichere: Die eigenen Muttermale ähneln sich meist untereinander. Der eine Fleck, der anders aussieht als alle übrigen, verdient Aufmerksamkeit — auch dann, wenn er die ABCDE-Kriterien nicht erfüllt.
Praktisch: einmal im Quartal bei gutem Licht, mit einem Handspiegel für den Rücken oder mit Hilfe. Fotos vom eigenen Rücken helfen beim Vergleich über die Zeit.
Was das Screening leisten kann
Es findet Hautkrebs in Stadien, in denen er gut behandelbar ist — und beim schwarzen Hautkrebs entscheidet die Eindringtiefe zum Zeitpunkt der Entfernung wesentlich über den Verlauf. Das ist der nachvollziehbare Kern.
Ehrlich dazu gehört: Ob das Screening die Sterblichkeit in der Bevölkerung senkt, ist wissenschaftlich nicht abschließend belegt; die vorliegenden Auswertungen des deutschen Programms fielen uneinheitlich aus. Es werden zudem viele gutartige Male entfernt, um wenige bösartige zu erwischen.
Das spricht nicht gegen die Teilnahme — es spricht dafür, sie als Angebot zu verstehen und nicht als Pflicht.
Was mehr bringt als jede Früherkennung
Der Schutz vor UV-Strahlung, und zwar vor allem in Kindheit und Jugend. Schwere Sonnenbrände in jungen Jahren erhöhen das Risiko für schwarzen Hautkrebs messbar und dauerhaft.
- Schatten in der Mittagszeit wirkt stärker als jede Creme.
- Kleidung und Hut vor Sonnencreme — Stoff lässt sich nicht zu dünn auftragen.
- Kein Solarium. Es ist als krebserzeugend eingestuft, und für unter 18-Jährige in Deutschland verboten.
- Kinder besonders schützen — hier entsteht ein Teil des lebenslangen Risikos.
Häufige Fragen
Wie oft steht mir das Hautkrebs-Screening zu?
Ab 35 Jahren alle zwei Jahre — durchgeführt von einer hautärztlichen Praxis oder einer hausärztlichen mit entsprechender Fortbildung. Manche Krankenkassen übernehmen es früher oder in kürzeren Abständen; das ist eine freiwillige Zusatzleistung und unterscheidet sich zwischen den Kassen.
Ist die Untersuchung mit der Lupe dabei?
Nein. Die Auflichtmikroskopie — die beleuchtete Lupe, mit der einzelne Male vergrößert beurteilt werden — ist nicht Teil der Kassenleistung und wird häufig zusätzlich angeboten. Viele hautärztliche Praxen setzen sie dennoch ein, weil sie die Beurteilung verbessert. Fragen Sie nach, wie es in Ihrer Praxis gehandhabt wird.
Was ist das „hässliche Entlein“?
Der Fleck, der anders aussieht als alle übrigen. Die eigenen Muttermale ähneln sich meist untereinander — der eine, der aus der Reihe fällt, verdient Aufmerksamkeit, auch wenn er die ABCDE-Kriterien nicht erfüllt. Im Alltag ist diese Hilfe oft nützlicher als die Regel.
Wie sicher ist das Screening?
Es findet Hautkrebs in gut behandelbaren Stadien, und beim schwarzen Hautkrebs entscheidet die Eindringtiefe zum Zeitpunkt der Entfernung wesentlich über den Verlauf. Ob das Screening die Sterblichkeit in der Bevölkerung senkt, ist allerdings nicht abschließend belegt; die Auswertungen des deutschen Programms fielen uneinheitlich aus. Das spricht nicht gegen die Teilnahme — aber dafür, sie als Angebot zu verstehen.
Werden meine Angaben zur Haut gespeichert?
Nein. Die Auskunft läuft vollständig mit JavaScript in Ihrem Browser; Alter und die übrigen Angaben verlassen Ihr Gerät nicht und werden nicht gespeichert.
Anspruch, Altersgrenze, Intervall und Umfang des Hautkrebs-Screenings ergeben sich aus der Krebsfrüherkennungs-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses; die Auflichtmikroskopie ist dort nicht enthalten. ABCDE-Regel und das Kriterium des abweichenden Mals entsprechen den Leitlinien der Deutschen Krebsgesellschaft und der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft. Die uneinheitliche Evidenzlage zur Wirkung des Screenings auf die Sterblichkeit ist in den Auswertungen zum deutschen Programm beschrieben. Die Einstufung von Solarien als krebserzeugend stammt von der Internationalen Krebsforschungsagentur; das Nutzungsverbot für Minderjährige folgt aus dem Gesetz zum Schutz vor nichtionisierender Strahlung.
Was dieser Rechner nicht leistet: er beurteilt keine Hautveränderung. Kein Text und kein Foto ersetzt den Blick auf die Haut.
Zuletzt geprüft 7. September 2026 · Nächste Prüfung März 2027 · Veröffentlicht 7. September 2026
Die Rechner auf dieser Seite sind allgemeine Information und ersetzen keine ärztliche Beratung. Ob eine Untersuchung in Ihrem Fall sinnvoll ist, hängt von Ihrer persönlichen Situation ab. Einzelheiten im medizinischen Haftungsausschluss.