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Alkohol einordnen

Der häufigste Grund für einen zu niedrigen Wert: Zu Hause eingeschenkte Gläser sind größer als ein Standardglas.

Aktualisiert 7. September 2026 · Referenzwerte von 2026

Ein Standardglas — vier Beispiele mit ähnlichem Alkoholgehalt 0,3 l Bier 0,125 l Wein 0,1 l Sekt 4 cl Spirituose Gläser zu Hause sind oft deutlich größer als ein Standardglas.
Alle vier enthalten etwa zehn bis zwölf Gramm reinen Alkohol. Ein großzügig gefülltes Weinglas kann leicht zwei Standardgläsern entsprechen.

Drei Fragen

Ein kurzer, weltweit gebräuchlicher Fragebogen. Er bewertet niemanden — er ordnet ein.

Was ein Standardglas ist

Damit die Fragen überhaupt vergleichbar sind, wird mit einer festen Einheit gerechnet: einem Glas, das etwa zehn bis zwölf Gramm reinen Alkohol enthält. Das entspricht grob:

Der häufigste Grund für einen zu niedrigen Punktwert ist, dass zu Hause eingeschenkte Gläser größer sind als diese Einheiten — ein großzügig gefülltes Weinglas kann leicht zwei Standardgläsern entsprechen.

Was der Fragebogen leistet

Er ist ein Suchtest, kein Urteil und keine Diagnose. Er unterscheidet nicht zwischen „normal“ und „Problem“, sondern zeigt, ob ein Konsummuster vorliegt, bei dem sich ein Gespräch lohnt.

Als Grenze gilt üblicherweise ein Wert ab vier Punkten bei Männern und ab drei bei Frauen. Der Unterschied ist kein Werturteil, sondern körperlich begründet: Bei gleichem Konsum ist die Belastung im Schnitt höher.

Ein Wert oberhalb der Grenze bedeutet nicht, dass jemand abhängig ist. Er bedeutet, dass das Muster mit einem erhöhten Risiko für gesundheitliche Folgen einhergeht — und dass sich daran etwas ändern lässt, oft ohne großen Aufwand.

Zur Frage nach der unbedenklichen Menge

Lange wurden Grenzwerte genannt, unterhalb derer Alkohol als unproblematisch galt. Diese Einschätzung hat sich geändert: Nach heutigem Stand gibt es keine Menge, die gesundheitlich ohne Risiko ist — das Risiko steigt mit der Menge, aber es beginnt nicht erst bei einem bestimmten Wert.

Auch die verbreitete Vorstellung, kleine Mengen seien für das Herz günstig, hält neueren Auswertungen nicht stand: Der scheinbare Vorteil erklärt sich weitgehend dadurch, dass in den Vergleichsgruppen viele Menschen sind, die aus gesundheitlichen Gründen nicht trinken.

Das ist keine Aufforderung zu irgendetwas — es ist die Antwort auf die Frage, die sich viele stellen.

Was schon kleine Änderungen bewirken

Wer über längere Zeit täglich in größeren Mengen trinkt, sollte allerdings nicht abrupt aufhören, ohne das ärztlich zu besprechen — ein plötzlicher Entzug kann in diesem Fall gefährlich sein. Das ist einer der wenigen Punkte, an denen der Weg über eine Praxis führt und nicht über Vorsätze.

Wo es in Deutschland Hilfe gibt — kostenlos und vertraulich Die Sucht- und Drogenhotline ist rund um die Uhr erreichbar. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung bietet ein kostenloses Beratungstelefon und Online-Programme zur Reduktion an. In jeder größeren Stadt gibt es Suchtberatungsstellen, die ohne Überweisung, ohne Krankenkasse und auf Wunsch anonym beraten — auch dann, wenn es nur um eine Einschätzung geht und nicht um einen Ausstieg. Und die hausärztliche Praxis ist ein guter erster Ansprechpartner; das Thema kommt dort häufiger vor, als die meisten annehmen.

Häufige Fragen

Was ist ein Standardglas?

Ein Glas mit etwa zehn bis zwölf Gramm reinem Alkohol — grob ein kleines Bier von 0,3 Litern, ein Glas Wein von 0,125 Litern, ein Glas Sekt von 0,1 Litern oder ein Schnapsglas von 4 Zentilitern. Der häufigste Grund für einen zu niedrigen Punktwert ist, dass zu Hause eingeschenkte Gläser größer sind: Ein großzügig gefülltes Weinglas kann leicht zwei Standardgläsern entsprechen.

Ab wann gilt der Wert als auffällig?

Üblicherweise ab vier Punkten bei Männern und ab drei bei Frauen. Der Unterschied ist kein Werturteil, sondern körperlich begründet — bei gleichem Konsum ist die Belastung im Schnitt höher. Ein Wert oberhalb der Grenze bedeutet nicht, dass jemand abhängig ist, sondern dass das Muster mit einem erhöhten Risiko einhergeht und sich daran etwas ändern lässt.

Gibt es eine unbedenkliche Menge?

Nach heutigem Stand nicht. Lange wurden Grenzwerte genannt, unterhalb derer Alkohol als unproblematisch galt; diese Einschätzung hat sich geändert — das Risiko steigt mit der Menge, beginnt aber nicht erst bei einem bestimmten Wert. Auch die Vorstellung, kleine Mengen seien fürs Herz günstig, hält neueren Auswertungen nicht stand.

Kann ich einfach aufhören?

Wer gelegentlich oder in kleineren Mengen trinkt: ja, und alkoholfreie Tage sind ein guter Anfang. Wer allerdings über längere Zeit täglich in größeren Mengen trinkt, sollte nicht abrupt aufhören, ohne das ärztlich zu besprechen — ein plötzlicher Entzug kann dann gefährlich sein. Das ist einer der wenigen Punkte, an denen der Weg über eine Praxis führt und nicht über Vorsätze.

Erfährt jemand von meinem Ergebnis?

Nein. Die Auswertung läuft vollständig mit JavaScript in Ihrem Browser — Ihre Antworten verlassen Ihr Gerät nicht, werden nicht gespeichert und sind nach dem Schließen des Tabs verschwunden. Es gibt weder ein Formular noch eine Anmeldung.

Grundlagen und Quellen
Der verwendete Kurzfragebogen entspricht dem AUDIT-C, der aus den ersten drei Fragen des von der Weltgesundheitsorganisation entwickelten AUDIT besteht; die genannten Schwellenwerte entsprechen der gebräuchlichen Auswertung. Die Definition des Standardglases mit etwa zehn bis zwölf Gramm reinem Alkohol folgt den Angaben der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Die Einschätzung, dass keine risikofreie Menge benannt werden kann, und die Neubewertung eines vermeintlich günstigen Effekts geringer Mengen entsprechen aktuellen Auswertungen und den Stellungnahmen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung sowie internationaler Fachgremien.

Was dieser Rechner nicht leistet: er stellt keine Diagnose und bewertet niemanden. Er zeigt, ob ein Gespräch sich lohnt — und wo es kostenlos und vertraulich zu haben ist.

Zuletzt geprüft 7. September 2026 · Nächste Prüfung März 2027 · Veröffentlicht 7. September 2026

Die Rechner auf dieser Seite sind allgemeine Information und ersetzen keine ärztliche Beratung. Ob eine Untersuchung in Ihrem Fall sinnvoll ist, hängt von Ihrer persönlichen Situation ab. Einzelheiten im medizinischen Haftungsausschluss.