Diabetes-Risiko
Typ-2-Diabetes entwickelt sich über Jahre ohne Beschwerden. Genau diese Jahre sind die, in denen sich am meisten ändern lässt.
Aktualisiert 7. September 2026 · Referenzwerte von 2026
Acht Fragen
Ein etablierter Fragebogen zur Einschätzung des Risikos für Typ-2-Diabetes in den nächsten zehn Jahren.
in Zentimetern
in Kilogramm
in Zentimetern, auf Höhe des Bauchnabels gemessen
Ergebnis
—
—Warum ein Fragebogen und kein Bluttest
Typ-2-Diabetes entwickelt sich über Jahre bis Jahrzehnte, und in dieser Zeit macht er keine Beschwerden. Viele Menschen erfahren erst durch Zufall davon — oder durch eine Folgeerkrankung, die schon eingetreten ist.
Ein kurzer Fragebogen kann dabei etwas, was ein einzelner Blutwert nicht kann: Er ordnet ein, wie wahrscheinlich die Erkrankung in den nächsten Jahren wird — auch dann, wenn der Blutzucker heute noch normal ist. Genau diese Jahre sind die, in denen sich am meisten ändern lässt.
Was der Punktwert bedeutet
| Punkte | Risiko in den nächsten zehn Jahren |
|---|---|
| unter 7 | niedrig — etwa einer von hundert |
| 7 bis 11 | leicht erhöht — etwa vier von hundert |
| 12 bis 14 | mittel — etwa jeder Sechste |
| 15 bis 20 | hoch — etwa jeder Dritte |
| über 20 | sehr hoch — etwa jeder Zweite |
Diese Zahlen sind Durchschnittswerte aus großen Untersuchungen. Sie sagen nichts darüber, was bei Ihnen persönlich geschieht — und sie sind kein Urteil, sondern ein Anlass.
Warum der Bauchumfang so schwer wiegt
Er zählt im Fragebogen fast so viel wie das Alter, und das hat einen Grund: Fettgewebe im Bauchraum verhält sich anders als Fettgewebe unter der Haut. Es ist stoffwechselaktiv und beeinflusst, wie gut der Körper auf Insulin anspricht.
Deshalb kann jemand mit unauffälligem Körpergewicht ein erhöhtes Risiko haben, wenn der Umfang groß ist — und umgekehrt. Messen Sie im Stehen, ohne einzuziehen, auf Höhe des Bauchnabels und am Ende einer normalen Ausatmung.
Was sich tatsächlich ändern lässt
Das ist die eigentliche Nachricht dieses Tests: Bei erhöhtem Risiko ist der Verlauf beeinflussbar, und zwar deutlich. In großen Programmen ließ sich der Übergang zum Diabetes bei Menschen mit hohem Risiko durch Änderungen im Alltag erheblich verzögern oder verhindern — wirksamer als durch Medikamente.
Die Bestandteile sind unspektakulär: regelmäßige Bewegung, eine Ernährung mit mehr Ballaststoffen und weniger Zucker, und — wo Übergewicht besteht — eine moderate Gewichtsabnahme. Schon kleine, dauerhafte Änderungen wirken messbar; es braucht keine drastische Umstellung.
Vier der acht Punkte im Fragebogen sind veränderbar. Das ist mehr, als die meisten Risikorechner zu bieten haben.
Was der Test nicht ist
Er ist keine Diagnose. Ob ein Diabetes oder eine Vorstufe vorliegt, zeigt nur eine Blutuntersuchung — Nüchternblutzucker, Langzeitwert oder ein Zuckerbelastungstest. Ein hoher Punktwert bedeutet also: Das gehört gemessen, nicht: Das ist so.
Umgekehrt schließt ein niedriger Punktwert einen bestehenden Diabetes nicht aus. Wer Beschwerden hat — auffälligen Durst, häufiges Wasserlassen, ungewollten Gewichtsverlust, anhaltende Müdigkeit —, lässt das unabhängig vom Ergebnis abklären.
Häufige Fragen
Was sagt der Punktwert aus?
Er ordnet das Risiko ein, in den nächsten zehn Jahren einen Typ-2-Diabetes zu entwickeln: unter 7 Punkten niedrig, 7 bis 11 leicht erhöht, 12 bis 14 mittel, 15 bis 20 hoch, über 20 sehr hoch. Das sind Durchschnittswerte aus großen Untersuchungen — sie sagen nichts darüber, was bei Ihnen persönlich geschieht, und sie sind kein Urteil, sondern ein Anlass.
Warum zählt der Bauchumfang so viel?
Weil Fettgewebe im Bauchraum sich anders verhält als Fettgewebe unter der Haut: Es ist stoffwechselaktiv und beeinflusst, wie gut der Körper auf Insulin anspricht. Deshalb kann jemand mit unauffälligem Körpergewicht ein erhöhtes Risiko haben, wenn der Umfang groß ist. Messen Sie im Stehen, ohne einzuziehen, auf Höhe des Bauchnabels am Ende einer normalen Ausatmung.
Kann ich das Risiko beeinflussen?
Ja, und das ist die eigentliche Nachricht des Tests. In großen Programmen ließ sich der Übergang zum Diabetes bei Menschen mit hohem Risiko durch Änderungen im Alltag erheblich verzögern oder verhindern — wirksamer als durch Medikamente. Die Bestandteile sind unspektakulär: regelmäßige Bewegung, mehr Ballaststoffe, weniger Zucker. Schon kleine, dauerhafte Änderungen wirken messbar.
Ersetzt der Test einen Bluttest?
Nein. Ob ein Diabetes oder eine Vorstufe vorliegt, zeigt nur eine Blutuntersuchung. Ein hoher Punktwert bedeutet: Das gehört gemessen, nicht: Das ist so. Umgekehrt schließt ein niedriger Wert einen bestehenden Diabetes nicht aus — wer auffälligen Durst, häufiges Wasserlassen, ungewollten Gewichtsverlust oder anhaltende Müdigkeit bemerkt, lässt das unabhängig vom Ergebnis abklären.
Werden meine Angaben zum Risiko gespeichert?
Nein. Die Auswertung läuft vollständig mit JavaScript in Ihrem Browser; Alter, Maße und die übrigen Angaben verlassen Ihr Gerät nicht und werden nicht gespeichert.
Der verwendete Fragebogen entspricht dem international gebräuchlichen FINDRISC-Score mit acht Items und einem Punktebereich von 0 bis 26; die genannten Risikostufen und die zugeordneten Zehn-Jahres-Wahrscheinlichkeiten stammen aus der zugrunde liegenden Kohortenstudie. In Deutschland ist zusätzlich ein am Deutschen Institut für Ernährungsforschung entwickelter Risikotest gebräuchlich, der andere Variablen verwendet. Die Wirksamkeit von Lebensstilprogrammen zur Verzögerung eines Typ-2-Diabetes bei erhöhtem Risiko ist in großen randomisierten Studien belegt.
Was dieser Rechner nicht leistet: er stellt keine Diagnose und schließt keine aus. Ein erhöhter Punktwert ist ein Anlass für eine Blutuntersuchung — nicht ihr Ersatz.
Zuletzt geprüft 7. September 2026 · Nächste Prüfung März 2027 · Veröffentlicht 7. September 2026
Die Rechner auf dieser Seite sind allgemeine Information und ersetzen keine ärztliche Beratung. Ob eine Untersuchung in Ihrem Fall sinnvoll ist, hängt von Ihrer persönlichen Situation ab. Einzelheiten im medizinischen Haftungsausschluss.