Schwangerschaft & Fruchtbarkeit
Schwangerschaftswoche, Entbindungstermin und Zyklus — in der Schreibweise und nach den Regeln, die im deutschen Mutterpass stehen.
Aktualisiert 7. September 2026 · Zuletzt geprüft 7. September 2026 · 15 Rechner
Besonders dringlich ist die Kombination aus starken Kopfschmerzen, Sehstörungen (Flimmern, Lichtblitze), Schmerzen im rechten Oberbauch und plötzlichen Schwellungen — das können Zeichen einer Präeklampsie sein.
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12+3 — die Schreibweise, die im Mutterpass steht
In Deutschland wird das Schwangerschaftsalter als abgeschlossene Wochen + Tage angegeben. „12+3" heißt: zwölf Wochen sind vollendet, drei Tage der dreizehnten Woche sind vergangen. Sie sind also in der 13. Woche.
Daraus entsteht regelmäßig ein Missverständnis: „Ich bin in der 13. Woche" und „ich bin 12+3" beschreiben denselben Zeitpunkt. Wer beides für verschieden hält, verrechnet sich um eine ganze Woche. Die Rechner hier geben immer die Mutterpass-Schreibweise aus und nennen die laufende Woche dazu.
Gezählt wird ab dem ersten Tag der letzten Regelblutung, nicht ab der Empfängnis. Das ist der Grund, warum man rechnerisch bereits in der dritten Woche ist, wenn die Befruchtung stattfindet — die ersten beiden Wochen sind mitgezählt, obwohl es noch keine Schwangerschaft gab.
Die Naegele-Regel — und wann sie danebenliegt
Der errechnete Entbindungstermin entsteht nach der Naegele-Regel: erster Tag der letzten Regel, plus sieben Tage, minus drei Monate, plus ein Jahr. Die erweiterte Form berücksichtigt eine Zykluslänge, die von 28 Tagen abweicht.
Die Regel setzt einen regelmäßigen Zyklus und einen Eisprung am 14. Tag voraus. Beides trifft häufig nicht zu. Deshalb gilt:
| Grundlage | Verlässlichkeit |
|---|---|
| Ultraschall im ersten Drittel | Am genauesten. Der so festgelegte Termin steht im Mutterpass und gilt — auch wenn die Rechnung aus der letzten Regel etwas anderes ergibt. |
| Letzte Regelblutung | Brauchbar bei regelmäßigem Zyklus, sonst leicht um mehrere Tage daneben. |
| Bekannter Eisprung oder Transfertag | Sehr genau. Nach IVF oder ICSI wird vom Transfertag zurückgerechnet, nicht von einer Regelblutung. |
Und unabhängig von der Methode: nur ein kleiner Teil der Kinder kommt genau am errechneten Termin. Der Termin markiert die Mitte eines Zeitraums, nicht einen Tag.
Mutterschutz — die Fristen
Die Schutzfrist beginnt sechs Wochen vor dem errechneten Termin und endet acht Wochen nach der Geburt. Sie verlängert sich auf zwölf Wochen bei Frühgeburten, Mehrlingsgeburten und wenn beim Kind innerhalb von acht Wochen nach der Geburt eine Behinderung festgestellt wird.
Kommt das Kind vor dem errechneten Termin, verlängert sich die Frist nach der Geburt um die Tage, die vorher nicht in Anspruch genommen wurden. Vor der Geburt dürfen Sie auf eigenen Wunsch weiterarbeiten und diesen Wunsch jederzeit widerrufen; nach der Geburt gilt ein absolutes Beschäftigungsverbot.
- Keine Deutung von Ultraschallbefunden
- Maße, Perzentilen und Auffälligkeiten im Ultraschall ordnet die Frauenärztin ein. Eine Zahl aus dem Mutterpass in einen Rechner zu tippen und ein Urteil zu bekommen, wäre in diesem Zusammenhang schlicht falsch.
- Keine Risikoberechnung für Chromosomenstörungen
- Ersttrimesterscreening und NIPT sind Untersuchungen mit Beratungspflicht. Eine Wahrscheinlichkeit ohne dieses Gespräch auszugeben, wäre verantwortungslos.
- Keine Geschlechtsvorhersage aus Zyklusdaten
- Dafür gibt es keine Grundlage.
- Keine Medikamenten- oder Nährstoffdosierungen
- In der Schwangerschaft gilt das besonders streng. Fragen zu Medikamenten beantwortet Ihre Praxis; für Fachauskünfte gibt es zusätzlich das Beratungsangebot von Embryotox der Charité.
Die Rechner in dieser Kategorie sind allgemeine Information und ersetzen weder die Schwangerschaftsvorsorge noch das Gespräch mit Frauenärztin oder Hebamme. Was im Mutterpass steht, hat Vorrang vor jeder Berechnung auf dieser Website. Einzelheiten im medizinischen Haftungsausschluss.