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Schwangerschaft & Fruchtbarkeit

Schwangerschaftswoche, Entbindungstermin und Zyklus — in der Schreibweise und nach den Regeln, die im deutschen Mutterpass stehen.

Aktualisiert 7. September 2026 · Zuletzt geprüft 7. September 2026 · 15 Rechner

Schwangerschaftswoche In der Schreibweise des Mutterpasses: 12+3 Berechnen → Entbindungstermin Nach der Naegele-Regel, mit Zykluskorrektur Berechnen → SSW nach IVF oder ICSI Warum hier vom Transfertag gerechnet wird Berechnen → Eisprung berechnen Und wie sicher dieser Zeitpunkt ist Berechnen → Zykluslänge Schwankungen, die noch normal sind Berechnen → Fruchtbare Tage Das Zeitfenster und was es begrenzt Berechnen → Wann testen? Ab wann ein Test aussagekräftig ist Berechnen → Mutterpass verstehen Seite für Seite, Abkürzung für Abkürzung Berechnen → Vorsorgetermine Der Rhythmus nach den Mutterschaftsrichtlinien Berechnen → Mutterschutzfristen Beginn und Ende der Schutzfrist Berechnen → Elterngeld verstehen Basiselterngeld, ElterngeldPlus, Partnerschaftsbonus Berechnen → Gewichtszunahme Der Bereich, der zum Ausgangs-BMI passt Berechnen → Wehenabstand Abstand und Dauer mitschreiben Berechnen → Nährstoffe in der Stillzeit Was sich gegenüber der Schwangerschaft ändert Berechnen → Rückbildung — Zeitplan Wann Kurs und Belastung sinnvoll sind Berechnen →
In der Schwangerschaft nicht abwarten Blutungen, anhaltende starke Bauchschmerzen, Fruchtwasserabgang vor der 37. Woche, regelmäßige Wehen vor der 37. Woche, deutlich weniger Kindsbewegungen als sonst, hohes Fieber.

Besonders dringlich ist die Kombination aus starken Kopfschmerzen, Sehstörungen (Flimmern, Lichtblitze), Schmerzen im rechten Oberbauch und plötzlichen Schwellungen — das können Zeichen einer Präeklampsie sein.

Der Kreißsaal Ihrer Geburtsklinik ist rund um die Uhr erreichbar und die richtige Adresse für solche Fragen — auch nachts, auch wenn Sie unsicher sind, ob es „reicht". Bei akuter Gefahr 112.

12+3 — die Schreibweise, die im Mutterpass steht

In Deutschland wird das Schwangerschaftsalter als abgeschlossene Wochen + Tage angegeben. „12+3" heißt: zwölf Wochen sind vollendet, drei Tage der dreizehnten Woche sind vergangen. Sie sind also in der 13. Woche.

Daraus entsteht regelmäßig ein Missverständnis: „Ich bin in der 13. Woche" und „ich bin 12+3" beschreiben denselben Zeitpunkt. Wer beides für verschieden hält, verrechnet sich um eine ganze Woche. Die Rechner hier geben immer die Mutterpass-Schreibweise aus und nennen die laufende Woche dazu.

Gezählt wird ab dem ersten Tag der letzten Regelblutung, nicht ab der Empfängnis. Das ist der Grund, warum man rechnerisch bereits in der dritten Woche ist, wenn die Befruchtung stattfindet — die ersten beiden Wochen sind mitgezählt, obwohl es noch keine Schwangerschaft gab.

Die Naegele-Regel — und wann sie danebenliegt

Der errechnete Entbindungstermin entsteht nach der Naegele-Regel: erster Tag der letzten Regel, plus sieben Tage, minus drei Monate, plus ein Jahr. Die erweiterte Form berücksichtigt eine Zykluslänge, die von 28 Tagen abweicht.

Die Regel setzt einen regelmäßigen Zyklus und einen Eisprung am 14. Tag voraus. Beides trifft häufig nicht zu. Deshalb gilt:

GrundlageVerlässlichkeit
Ultraschall im ersten Drittel Am genauesten. Der so festgelegte Termin steht im Mutterpass und gilt — auch wenn die Rechnung aus der letzten Regel etwas anderes ergibt.
Letzte Regelblutung Brauchbar bei regelmäßigem Zyklus, sonst leicht um mehrere Tage daneben.
Bekannter Eisprung oder Transfertag Sehr genau. Nach IVF oder ICSI wird vom Transfertag zurückgerechnet, nicht von einer Regelblutung.

Und unabhängig von der Methode: nur ein kleiner Teil der Kinder kommt genau am errechneten Termin. Der Termin markiert die Mitte eines Zeitraums, nicht einen Tag.

Mutterschutz — die Fristen

Die Schutzfrist beginnt sechs Wochen vor dem errechneten Termin und endet acht Wochen nach der Geburt. Sie verlängert sich auf zwölf Wochen bei Frühgeburten, Mehrlingsgeburten und wenn beim Kind innerhalb von acht Wochen nach der Geburt eine Behinderung festgestellt wird.

Kommt das Kind vor dem errechneten Termin, verlängert sich die Frist nach der Geburt um die Tage, die vorher nicht in Anspruch genommen wurden. Vor der Geburt dürfen Sie auf eigenen Wunsch weiterarbeiten und diesen Wunsch jederzeit widerrufen; nach der Geburt gilt ein absolutes Beschäftigungsverbot.

Elterngeld ist keine Fortzahlung des Gehalts Basiselterngeld, ElterngeldPlus und Partnerschaftsbonus folgen jeweils eigenen Regeln, und die Höhe hängt vom Nettoeinkommen der zwölf Monate vor der Geburt ab, nicht vom Bruttogehalt. Der Rechner hier erklärt die Systematik und die Fristen — die verbindliche Berechnung macht die Elterngeldstelle, und dort zählt der Antrag, nicht die Schätzung.
Was hier bewusst fehlt
Keine Deutung von Ultraschallbefunden
Maße, Perzentilen und Auffälligkeiten im Ultraschall ordnet die Frauenärztin ein. Eine Zahl aus dem Mutterpass in einen Rechner zu tippen und ein Urteil zu bekommen, wäre in diesem Zusammenhang schlicht falsch.
Keine Risikoberechnung für Chromosomenstörungen
Ersttrimesterscreening und NIPT sind Untersuchungen mit Beratungspflicht. Eine Wahrscheinlichkeit ohne dieses Gespräch auszugeben, wäre verantwortungslos.
Keine Geschlechtsvorhersage aus Zyklusdaten
Dafür gibt es keine Grundlage.
Keine Medikamenten- oder Nährstoffdosierungen
In der Schwangerschaft gilt das besonders streng. Fragen zu Medikamenten beantwortet Ihre Praxis; für Fachauskünfte gibt es zusätzlich das Beratungsangebot von Embryotox der Charité.

Die Rechner in dieser Kategorie sind allgemeine Information und ersetzen weder die Schwangerschaftsvorsorge noch das Gespräch mit Frauenärztin oder Hebamme. Was im Mutterpass steht, hat Vorrang vor jeder Berechnung auf dieser Website. Einzelheiten im medizinischen Haftungsausschluss.