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SSW nach IVF/ICSI

Hier ist der Befruchtungstag bekannt — deshalb ist die Rechnung genauer als jede Ultraschallmessung und wird später nicht korrigiert.

Aktualisiert 7. September 2026 · Referenzwerte von 2026

Hier ist der Tag bekannt — anders als bei einer spontanen Schwangerschaft Punktion = 2+0 SSW Transfer Tag 3 2+3 Transfer Tag 5 2+5 40+0 Der Punktionstag entspricht dem Eisprung — und damit rechnerisch 2+0.
Der Punktionstag entspricht dem Eisprung und damit rechnerisch 2+0 SSW. Das Alter der Embryonen beim Transfer verschiebt den Startpunkt entsprechend.
Wann Sie sofort Hilfe holen Unabhängig von der Schwangerschaftswoche: bei Blutungen, anhaltenden oder starken Bauchschmerzen, Fruchtwasserabgang, hohem Fieber, starken Kopfschmerzen mit Sehstörungen oder Oberbauchschmerz, plötzlicher Schwellung von Gesicht und Händen — und ab der Mitte der Schwangerschaft bei deutlich weniger Kindsbewegungen als gewohnt.

Rufen Sie dann in Ihrer Praxis oder in der Geburtsklinik an, auch nachts — dort ist immer jemand erreichbar. Bei starken Beschwerden, starker Blutung oder Bewusstseinstrübung 112.

Termin und SSW nach IVF oder ICSI

Tragen Sie ein, was Sie haben — der Punktionstag ist am eindeutigsten.

nur beim Frischtransfer

beim Kryotransfer der maßgebliche Tag

steht im Transferprotokoll

Warum hier anders gerechnet wird

Bei einer spontanen Schwangerschaft wird ab dem ersten Tag der letzten Regelblutung gezählt, weil der Eisprung nicht bekannt ist. Nach einer Kinderwunschbehandlung ist er bekannt — auf den Tag genau.

Der Punktionstag, an dem die Eizellen entnommen werden, entspricht dem Eisprung. Rechnerisch liegt man an diesem Tag bereits bei 2+0 SSW, weil die Zählung zwei Wochen früher beginnt. Von dort sind es noch 266 Tage bis zum errechneten Termin.

Errechneter Termin = Punktionstag + 266 Tage
Errechneter Termin = Transfertag + 266 − Alter der Embryonen

Ein Transfer am Tag 5 nach Punktion liegt also bei 2+5 SSW, ein Transfer am Tag 3 bei 2+3.

Kryotransfer

Beim Transfer aufgetauter Embryonen gibt es in diesem Zyklus keine Punktion. Gerechnet wird deshalb vom Transfertag aus, unter Abzug des Alters der Embryonen: Ein am Tag 5 eingefrorener und wieder aufgetauter Embryo entspricht am Transfertag ebenfalls 2+5 SSW.

Wie lange die Embryonen eingefroren waren, spielt für die Rechnung keine Rolle. Maßgeblich ist ihr Entwicklungsalter, nicht die Lagerzeit.

Dieser Termin wird nicht korrigiert

Das ist ein wichtiger Unterschied zur spontanen Schwangerschaft. Dort wird der errechnete Termin in der Frühschwangerschaft per Ultraschall überprüft und meist korrigiert, weil die Rechnung aus der letzten Regelblutung ungenau ist.

Nach einer Kinderwunschbehandlung ist die Rechnung genauer als jede Ultraschallmessung — der Befruchtungszeitpunkt steht fest. Weicht eine spätere Messung ab, wird deshalb in aller Regel nicht der Termin verschoben, sondern die Abweichung als Befund betrachtet und beobachtet. Sagen Sie in jeder Praxis, in der Sie vorstellig werden, ausdrücklich, dass es sich um eine IVF- oder ICSI-Schwangerschaft handelt.

Der Bluttest nach dem Transfer

Der Nachweis im Blut ist frühestens etwa neun bis vierzehn Tage nach dem Transfer sinnvoll — der genaue Termin wird Ihnen im Kinderwunschzentrum genannt und hängt vom Alter der Embryonen ab.

Frühere Urintests führen in dieser Situation besonders oft in die Irre: Wenn zur Auslösung des Eisprungs ein Hormonpräparat gegeben wurde, kann es noch im Körper sein und einen positiven Test verursachen, ohne dass eine Schwangerschaft besteht. Das ist der Grund, warum in Kinderwunschzentren so nachdrücklich zum Abwarten geraten wird — die Zeit ist ohnehin schwer genug.

Was die Krankenkasse übernimmt

Die gesetzliche Krankenversicherung beteiligt sich unter bestimmten Voraussetzungen an den Kosten einer künstlichen Befruchtung — mit einem Anteil an einer begrenzten Zahl von Versuchen. Die Voraussetzungen betreffen unter anderem den Familienstand und das Alter beider Partner.

Zusätzlich gibt es Förderungen von Bund und einzelnen Bundesländern, deren Bedingungen sich unterscheiden und die teils auch unverheiratete Paare einschließen. Weil sich diese Regelungen ändern, klären Sie den aktuellen Stand vor Behandlungsbeginn mit Ihrer Krankenkasse und dem Kinderwunschzentrum — der Behandlungsplan muss in der Regel vorher genehmigt werden.

Häufige Fragen

Warum bin ich am Punktionstag schon 2+0 SSW?

Weil die Schwangerschaftswochen per Konvention zwei Wochen vor dem Eisprung zu zählen beginnen — bei einer spontanen Schwangerschaft ab dem ersten Tag der letzten Regelblutung. Der Punktionstag entspricht dem Eisprung, also liegt man rechnerisch bereits bei 2+0. Von dort sind es noch 266 Tage bis zum errechneten Termin.

Spielt es eine Rolle, wie lange die Embryonen eingefroren waren?

Nein. Für die Rechnung zählt allein das Entwicklungsalter der Embryonen beim Transfer, nicht die Lagerzeit. Ein am Tag 5 eingefrorener und später aufgetauter Embryo entspricht am Transfertag ebenfalls 2+5 SSW — unabhängig davon, ob er zwei Monate oder zwei Jahre gelagert war.

Wird mein Termin später per Ultraschall korrigiert?

In aller Regel nicht, und das ist der wichtigste Unterschied zur spontanen Schwangerschaft. Dort ist die Rechnung ungenau und wird per Ultraschall korrigiert. Nach IVF oder ICSI steht der Befruchtungszeitpunkt fest — die Rechnung ist genauer als jede Messung. Weicht eine spätere Messung ab, wird deshalb nicht der Termin verschoben, sondern die Abweichung beobachtet. Sagen Sie in jeder Praxis ausdrücklich, dass es eine IVF-Schwangerschaft ist.

Warum soll ich nicht früher testen?

Weil ein früher Urintest in dieser Situation besonders oft in die Irre führt. Wenn zur Auslösung des Eisprungs ein Hormonpräparat gegeben wurde, kann es noch im Körper sein und einen positiven Test verursachen, ohne dass eine Schwangerschaft besteht. Der Bluttest im Kinderwunschzentrum ist frühestens etwa neun bis vierzehn Tage nach dem Transfer aussagekräftig — den genauen Termin nennt man Ihnen dort.

Bleiben meine Behandlungsdaten auf diesem Gerät?

Ja. Die Berechnung läuft mit JavaScript in Ihrem Browser; Punktions- und Transferdatum sowie das Embryonenalter werden nicht übertragen und nicht gespeichert.

Grundlagen und Quellen
Die Berechnung des errechneten Termins aus Punktions- beziehungsweise Transfertag unter Berücksichtigung des Embryonenalters entspricht der in der Reproduktionsmedizin üblichen Vorgehensweise. Der Grundsatz, einen nach IVF oder ICSI bestimmten Termin nicht anhand späterer Ultraschallmessungen zu korrigieren, folgt denselben Fachstandards. Angaben zur Kostenbeteiligung der gesetzlichen Krankenversicherung beruhen auf dem Fünften Sozialgesetzbuch; die Bedingungen der zusätzlichen Förderungen von Bund und Ländern unterscheiden sich und ändern sich.

Was dieser Rechner nicht leistet: er ersetzt die Angaben Ihres Kinderwunschzentrums nicht. Den Termin für den Bluttest und die Einordnung Ihres Behandlungsverlaufs erhalten Sie dort.

Zuletzt geprüft 7. September 2026 · Nächste Prüfung März 2027 · Veröffentlicht 7. September 2026

Die Rechner auf dieser Seite sind allgemeine Information und ersetzen keine ärztliche oder hebammliche Betreuung. Maßgeblich sind die Eintragungen in Ihrem Mutterpass. Einzelheiten im medizinischen Haftungsausschluss.