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Eisprung berechnen

„Eisprung an Tag 14“ stimmt nur bei einem 28-Tage-Zyklus. Die zweite Zyklushälfte ist konstant — deshalb rechnet man rückwärts.

Aktualisiert 7. September 2026 · Referenzwerte von 2026

Die zweite Hälfte ist stabil — die erste schwankt variabel etwa 14 Tage kürzer etwa 14 Tage Deshalb schätzt man den Eisprung besser von der nächsten Blutung rückwärts als von der letzten vorwärts.
Der Abschnitt vom Eisprung bis zur nächsten Blutung dauert bei den meisten Frauen etwa vierzehn Tage. Der Abschnitt davor ist das, was Zyklen verschieden lang macht.

Eisprung schätzen

Gerechnet wird rückwärts von der erwarteten nächsten Blutung — das ist verlässlicher als vorwärts zu zählen.

in Tagen

Warum rückwärts gerechnet wird

Der Zyklus besteht aus zwei Abschnitten, und sie verhalten sich sehr unterschiedlich:

Daraus folgt die praktisch wichtigste Regel: Der Eisprung lässt sich besser von der erwarteten nächsten Blutung rückwärts abschätzen als von der letzten vorwärts. Die verbreitete Vorstellung „Eisprung an Tag 14“ stimmt nur bei einem 28-Tage-Zyklus — bei einem 34-Tage-Zyklus liegt er eher um Tag 20.

Was Sie tatsächlich beobachten können

ZeichenWas es leistet
Zervixschleim Wird um den Eisprung klarer, dehnbarer und flüssiger. Das ist das aussagekräftigste Zeichen, das ohne Hilfsmittel zugänglich ist — und es zeigt die fruchtbare Zeit im Voraus.
Basaltemperatur Steigt nach dem Eisprung um etwa 0,2 bis 0,5 Grad. Sie bestätigt den Eisprung im Nachhinein — vorhersagen kann sie ihn nicht.
Mittelschmerz Ein Ziehen auf einer Seite, das etwa jede zweite bis dritte Frau bemerkt. Als alleiniges Zeichen unzuverlässig.
LH-Test aus der Apotheke Zeigt den Anstieg des Hormons an, das den Eisprung auslöst — meist ein bis zwei Tage vorher. Das genaueste Verfahren für zu Hause.

Die Kombination aus Schleimbeobachtung und Temperatur ist als symptothermale Methode gut untersucht und wird in Deutschland in Kursen vermittelt. Wer sie ernsthaft nutzen will, lernt sie am besten angeleitet — richtig angewandt leistet sie deutlich mehr als jede Kalenderrechnung.

Der Eisprung findet nicht in jedem Zyklus statt

Auch bei regelmäßigen Zyklen kommt es vor, dass in einem Monat kein Eisprung stattfindet. Das ist gelegentlich normal und häufiger in den ersten Jahren nach der ersten Blutung, vor den Wechseljahren, in der Stillzeit und bei starkem Stress oder intensivem Sport.

Eine Blutung beweist deshalb nicht, dass ein Eisprung stattgefunden hat. Wenn es um einen Kinderwunsch geht und über längere Zeit nichts passiert, ist das einer der Punkte, die untersucht werden.

Wann Sie bei Kinderwunsch nicht länger warten sollten

Als Orientierung gilt: Wenn nach einem Jahr regelmäßigem, ungeschütztem Verkehr keine Schwangerschaft eingetreten ist, ist eine Abklärung sinnvoll — ab etwa 35 Jahren bereits nach einem halben Jahr. Früher gilt das, wenn Zyklen ausbleiben oder stark unregelmäßig sind, bei bekannten Erkrankungen der Eierstöcke oder nach Unterleibsoperationen.

Abgeklärt wird dabei immer bei beiden Partnern. Ein erheblicher Teil der Ursachen liegt beim Mann, und die Untersuchung ist dort deutlich einfacher — sie wird trotzdem oft zuletzt gemacht.

Nicht zur Verhütung geeignet Rechnerische Schätzungen aus Kalenderdaten sind keine Verhütungsmethode. Der Eisprung verschiebt sich zwischen Zyklen erheblich — durch Stress, Krankheit, Reisen oder ohne erkennbaren Grund. Wer nicht schwanger werden möchte, braucht ein Verfahren, das sich nicht auf Vorhersagen verlässt. Beratung dazu gibt es kostenfrei und vertraulich bei den Beratungsstellen, etwa von pro familia, und in jeder gynäkologischen Praxis.

Häufige Fragen

Ist der Eisprung immer an Tag 14?

Nur bei einem 28-Tage-Zyklus. Der Abschnitt vom Eisprung bis zur nächsten Blutung ist relativ konstant bei etwa zwölf bis vierzehn Tagen — der Abschnitt davor schwankt. Bei einem 34-Tage-Zyklus liegt der Eisprung deshalb eher um Tag 20, bei einem 24-Tage-Zyklus eher um Tag 10. Deshalb rechnet man ihn besser von der erwarteten nächsten Blutung rückwärts.

Zeigt die Basaltemperatur den Eisprung an?

Sie bestätigt ihn, aber sie sagt ihn nicht vorher. Die Temperatur steigt erst nach dem Eisprung um etwa 0,2 bis 0,5 Grad — wenn Sie den Anstieg sehen, ist die fruchtbare Zeit bereits vorbei. Für die Vorhersage eignen sich der Zervixschleim, der sich vorher verändert, und LH-Tests aus der Apotheke, die ein bis zwei Tage vorher anschlagen.

Kann es sein, dass ich gar keinen Eisprung habe?

Ja, das kommt vor — auch bei regelmäßigen Zyklen kann in einzelnen Monaten kein Eisprung stattfinden. Gelegentlich ist das normal und häufiger in den ersten Jahren nach der ersten Blutung, vor den Wechseljahren, in der Stillzeit und bei starkem Stress oder intensivem Sport. Eine Blutung beweist also nicht, dass ein Eisprung stattgefunden hat.

Ab wann sollte ich bei Kinderwunsch etwas abklären lassen?

Als Orientierung: nach einem Jahr regelmäßigem, ungeschütztem Verkehr ohne Schwangerschaft — ab etwa 35 Jahren bereits nach einem halben Jahr. Früher, wenn Zyklen ausbleiben oder stark unregelmäßig sind. Wichtig dabei: Abgeklärt wird immer bei beiden Partnern. Ein erheblicher Teil der Ursachen liegt beim Mann, und die Untersuchung ist dort deutlich einfacher — sie wird trotzdem oft zuletzt gemacht.

Verlassen meine Angaben dieses Gerät?

Nein. Die Schätzung läuft mit JavaScript in Ihrem Browser; das eingegebene Datum und die Zykluslänge werden nicht übertragen und nicht gespeichert.

Grundlagen und Quellen
Die relative Konstanz der zweiten Zyklushälfte und die daraus folgende Rückwärtsrechnung entsprechen der reproduktionsmedizinischen Fachliteratur. Aussagekraft von Zervixschleim, Basaltemperatur und LH-Tests sowie die Einordnung der symptothermalen Methode nach den Empfehlungen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und den in Deutschland verbreiteten Regelwerken zur natürlichen Familienplanung. Die Zeitpunkte für eine Abklärung bei Kinderwunsch folgen den Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG).

Was dieser Rechner nicht leistet: er sagt keinen Eisprung vorher, sondern schätzt einen Zeitraum aus Durchschnittswerten. Er ist ausdrücklich keine Verhütungsmethode.

Zuletzt geprüft 7. September 2026 · Nächste Prüfung März 2027 · Veröffentlicht 7. September 2026

Die Rechner auf dieser Seite sind allgemeine Information und ersetzen keine ärztliche oder hebammliche Betreuung. Maßgeblich sind die Eintragungen in Ihrem Mutterpass. Einzelheiten im medizinischen Haftungsausschluss.