Vorsorgetermine
Die Vorsorge kann auch eine Hebamme übernehmen — nur die Ultraschalltermine sind ärztlich. Viele erfahren das zu spät.
Aktualisiert 7. September 2026 · Referenzwerte von 2026
Rufen Sie dann in Ihrer Praxis oder in der Geburtsklinik an, auch nachts — dort ist immer jemand erreichbar. Bei starken Beschwerden, starker Blutung oder Bewusstseinstrübung 112.
Ihre Termine als Datum
Aus dem errechneten Termin ergeben sich die Zeitfenster für alle vorgesehenen Untersuchungen.
aus dem Mutterpass
Ihre Zeitfenster
—
—Der Rhythmus der Vorsorge
Die Mutterschafts-Richtlinien legen fest, was die Krankenkasse übernimmt und in welchen Abständen. Der Rhythmus ist einfach:
- Bis 32+0: alle vier Wochen
- Ab 32+0: alle zwei Wochen
- Nach dem errechneten Termin: etwa alle zwei Tage
Das ergibt insgesamt rund zehn bis zwölf Termine. Die Untersuchungen können von einer Frauenärztin oder einem Frauenarzt durchgeführt werden — oder von einer Hebamme. Nur die Ultraschalluntersuchungen sind ärztlich. Viele Schwangere wissen nicht, dass ihnen diese Wahl offensteht.
Die drei Ultraschalluntersuchungen
| Zeitfenster | Worum es geht |
|---|---|
| 8+0 – 11+6 | Sitz der Schwangerschaft, Herzaktion, Zahl der Kinder — und Überprüfung des errechneten Termins. |
| 18+0 – 21+6 | Entwicklung und Größe. Hier haben Sie die Wahl zwischen einer Basis-Untersuchung und einer erweiterten, die die Organe systematisch mit anschaut. |
| 28+0 – 31+6 | Wachstum, Fruchtwassermenge, Lage des Kindes. |
Die Wahl beim zweiten Ultraschall ist eine echte Entscheidung, über die vorher aufgeklärt wird und die dokumentiert werden muss. Die erweiterte Untersuchung findet mehr — auch Befunde, die unklar bleiben oder keine Folgen haben. Beide Wege sind legitim; wichtig ist, dass Sie vorher wissen, worauf Sie sich einlassen.
Was zwischendurch untersucht wird
- Am Anfang: Blutgruppe mit Rhesusfaktor, Antikörper-Suchtest, Röteln-Immunität, Suchreaktion auf Syphilis, Chlamydien im Urin. Ein HIV-Test wird angeboten — im Mutterpass wird nur die Beratung vermerkt.
- 24+0 – 27+6: zweiter Antikörper-Suchtest und die Untersuchung auf Schwangerschaftsdiabetes — zunächst ein Vortest, bei auffälligem Ergebnis ein Zuckerbelastungstest.
- 28+0 – 30+0: bei Rh-negativen Schwangeren die Anti-D-Prophylaxe.
- Ab 32+0: Untersuchung auf Hepatitis B, möglichst nah am Termin.
- Bei jedem Termin: Blutdruck, Gewicht, Urin, Herztöne, ab dem zweiten Drittel Fundusstand und Kindslage.
Ihr Anspruch auf eine Hebamme
Das ist der Punkt, der am häufigsten zu spät entdeckt wird. Sie haben Anspruch auf hebammliche Betreuung — in der Schwangerschaft, bei der Geburt und im Wochenbett —, und zwar unabhängig davon, wo Sie entbinden. Die Kosten übernimmt die Krankenkasse.
Der Haken ist die Verfügbarkeit: In vielen Regionen sind Hebammen früh ausgebucht. Wer sich erst im dritten Drittel kümmert, findet oft keine mehr für die Wochenbettbetreuung. Suchen Sie früh — in vielen Gegenden schon im ersten Drittel.
Was angeboten wird, aber nicht dazugehört
In der Schwangerschaft werden regelmäßig Untersuchungen als Selbstzahlerleistung angeboten, die nicht in den Richtlinien stehen — etwa auf Toxoplasmose oder auf bestimmte Viren, sowie zusätzliche Ultraschalltermine. Das heißt nicht, dass sie sinnlos sind; es heißt, dass ihr Nutzen für alle Schwangeren nicht belegt ist. Fragen Sie in solchen Fällen, welche Konsequenz ein auffälliges Ergebnis hätte — daran merken Sie, ob es Ihnen etwas bringt.
Ausdrücklich nicht erlaubt ist dagegen der Ultraschall ohne medizinischen Grund, das sogenannte Babyfernsehen. Seit 2021 verbietet die Strahlenschutzverordnung die Anwendung von Ultraschall am ungeborenen Kind zu rein kommerziellen oder Andenkenzwecken. Bilder, die bei einer regulären Untersuchung entstehen, dürfen Sie selbstverständlich mitnehmen.
Häufige Fragen
Muss die Vorsorge in der Frauenarztpraxis stattfinden?
Nicht vollständig. Die Vorsorgeuntersuchungen können von einer Frauenärztin oder einem Frauenarzt durchgeführt werden — oder von einer Hebamme. Nur die drei Ultraschalluntersuchungen sind ärztlich. Viele Schwangere wissen nicht, dass ihnen diese Wahl offensteht; manche wechseln sich ab. Die Kosten übernimmt die Krankenkasse in beiden Fällen.
Was ist der Unterschied beim zweiten Ultraschall?
Sie haben die Wahl zwischen einer Basis-Untersuchung und einer erweiterten, die die Organe systematisch mit anschaut. Darüber wird vorher aufgeklärt, und Ihre Entscheidung wird dokumentiert. Die erweiterte Untersuchung findet mehr — auch Befunde, die unklar bleiben oder keine Folgen haben. Beide Wege sind legitim; wichtig ist, dass Sie vorher wissen, worauf Sie sich einlassen.
Wann soll ich eine Hebamme suchen?
Früh — in vielen Regionen schon im ersten Drittel. Sie haben Anspruch auf hebammliche Betreuung in der Schwangerschaft, bei der Geburt und im Wochenbett, unabhängig davon, wo Sie entbinden, und die Krankenkasse zahlt. Der Haken ist die Verfügbarkeit: Wer sich erst im dritten Drittel kümmert, findet vielerorts keine mehr für die Wochenbettbetreuung.
Warum ist Babyfernsehen verboten?
Seit 2021 verbietet die Strahlenschutzverordnung die Anwendung von Ultraschall am ungeborenen Kind ohne medizinischen Grund — also rein zu kommerziellen oder Andenkenzwecken. Der Hintergrund ist der Grundsatz, dass jede Anwendung von Energie am Ungeborenen eine Rechtfertigung braucht. Bilder, die bei einer regulären Untersuchung entstehen, dürfen Sie selbstverständlich mitnehmen.
Bleiben meine Angaben auf diesem Gerät?
Ja. Die Berechnung der Zeitfenster läuft mit JavaScript in Ihrem Browser; der errechnete Termin und die übrigen Angaben werden nicht übertragen und nicht gespeichert.
Umfang, Zeitfenster und Abstände der Vorsorgeuntersuchungen sowie die Wahlmöglichkeit beim zweiten Ultraschall nach den Mutterschafts-Richtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA). Der Anspruch auf hebammliche Betreuung in Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett ergibt sich aus dem Fünften Sozialgesetzbuch. Das Verbot der Ultraschallanwendung am Ungeborenen ohne medizinischen Grund folgt der Strahlenschutzverordnung.
Was dieser Rechner nicht leistet: er ersetzt keine Terminplanung mit Ihrer Praxis oder Hebamme. Die Zeitfenster sind Vorgaben der Richtlinien; die tatsächlichen Termine vereinbaren Sie dort, und Abweichungen sind häufig und meist unproblematisch.
Zuletzt geprüft 7. September 2026 · Nächste Prüfung März 2027 · Veröffentlicht 7. September 2026
Die Rechner auf dieser Seite sind allgemeine Information und ersetzen keine ärztliche oder hebammliche Betreuung. Maßgeblich sind die Eintragungen in Ihrem Mutterpass. Einzelheiten im medizinischen Haftungsausschluss.