Körperwasseranteil
Wie viel Wasser der Körper enthält — und warum diese Zahl nichts darüber sagt, ob Sie genug getrunken haben.
Aktualisiert 7. September 2026 · Referenzwerte von 2026
Körperwasser schätzen
Die Watson-Formel arbeitet mit Größe, Gewicht und — bei Männern — dem Alter.
in Zentimetern
in Kilogramm
in Jahren — geht nur in die Männergleichung ein
Die Gleichungen sind getrennt
Ihr Ergebnis
—
geschätzt nach WatsonDie Formel
TBW = 2,447 − 0,09156 × Alter + 0,1074 × Größe + 0,3362 × GewichtFrauen
TBW = −2,097 + 0,1069 × Größe + 0,2466 × Gewicht
Größe in Zentimetern, Gewicht in Kilogramm, Ergebnis in Litern. In der Frauengleichung kommt das Alter nicht vor.
TBW steht für Total Body Water. Die Gleichungen stammen von Watson und Kollegen (1980) und wurden entwickelt, indem bei Freiwilligen der Wassergehalt mit einem Verdünnungsverfahren bestimmt und anschließend eine Vorhersageformel gesucht wurde.
Wie viel Wasser ist üblich?
| Gruppe | Anteil am Körpergewicht |
|---|---|
| Männer, mittleres Alter | rund 55 – 60 % |
| Frauen, mittleres Alter | rund 50 – 55 % |
| Ältere Menschen | einige Prozentpunkte niedriger |
| Säuglinge | deutlich höher, um 70 % |
Der Unterschied zwischen den Geschlechtern kommt nicht daher, dass Frauen weniger trinken. Fettgewebe enthält deutlich weniger Wasser als Muskelgewebe, und der durchschnittliche Fettanteil ist bei Frauen höher. Aus demselben Grund sinkt der Anteil mit dem Alter und bei zunehmendem Körperfett — ein niedriger Prozentwert bedeutet nicht, dass Sie zu wenig getrunken haben.
Was die Zahl nicht beantwortet
Die häufigste Erwartung an diesen Rechner ist die falsche: er sagt nicht, ob Sie ausreichend getrunken haben. Die Formel kennt Ihr Trinkverhalten nicht — sie rechnet ausschließlich mit Größe, Gewicht, Alter und Geschlecht. Zwei Menschen mit denselben Angaben bekommen dasselbe Ergebnis, unabhängig davon, ob der eine drei Liter und der andere einen halben Liter getrunken hat.
Für die Frage nach der Trinkmenge gibt es den Rechner zur Trinkmenge. Zeichen für einen Flüssigkeitsmangel sind außerdem im Alltag besser zu erkennen als über eine Formel: dunkler Urin, seltener Harndrang, trockener Mund, Kopfschmerz, Konzentrationsprobleme.
Fehlerspanne
Die Watson-Gleichungen weichen typischerweise um zwei bis drei Liter vom tatsächlichen Wert ab. Bei rund 40 Litern Gesamtmenge sind das etwa fünf bis sieben Prozent.
Nicht anwendbar sind sie bei:
- ausgeprägten Wassereinlagerungen — dann ist mehr Wasser vorhanden, als die Formel annimmt, und genau das ist der Fall, in dem es medizinisch interessant wäre;
- starkem Übergewicht, weil Fettgewebe kaum Wasser enthält und die Gleichung das nicht ausreichend abbildet;
- Kindern, weil die Formel an Erwachsenen entwickelt wurde;
- Dialysepatientinnen und -patienten, bei denen die Wassermenge klinisch bestimmt wird.
Häufige Fragen
Sagt mir der Wert, ob ich genug trinke?
Nein, und das ist die wichtigste Einschränkung dieser Seite. In die Formel gehen nur Größe, Gewicht, Alter und Geschlecht ein — Ihr Trinkverhalten kommt darin nicht vor. Zwei Menschen mit denselben Angaben erhalten denselben Wert, egal wie viel sie getrunken haben. Für die Trinkmenge gibt es einen eigenen Rechner, und im Alltag sind Urinfarbe und Harndrang die brauchbareren Anhaltspunkte.
Warum haben Frauen einen niedrigeren Wasseranteil?
Weil Fettgewebe deutlich weniger Wasser enthält als Muskelgewebe und der durchschnittliche Körperfettanteil bei Frauen höher ist. Es geht also nicht um das Trinkverhalten, sondern um die Körperzusammensetzung. Aus demselben Grund sinkt der Anteil mit steigendem Körperfett und mit dem Alter — bei beiden Geschlechtern.
Meine Körperanalysewaage zeigt einen ganz anderen Prozentwert. Wem soll ich glauben?
Keinem von beiden allzu genau. Die Formel schätzt aus vier Angaben und weicht typischerweise um zwei bis drei Liter ab. Die Waage misst einen elektrischen Widerstand und schließt daraus auf den Wassergehalt; ihr Wert schwankt mit Tageszeit, letzter Mahlzeit, Hautfeuchtigkeit und Fußkontakt. Beide liefern Größenordnungen. Für Verläufe ist die Waage brauchbar, wenn Sie immer unter gleichen Bedingungen messen.
Warum steht in der Frauengleichung kein Alter?
Weil es in der ursprünglichen Auswertung von Watson und Kollegen bei Frauen keinen ausreichend starken zusätzlichen Beitrag lieferte und deshalb nicht in die Gleichung aufgenommen wurde. Das bedeutet nicht, dass sich der Wasseranteil bei Frauen mit dem Alter nicht verändert — nur, dass Größe und Gewicht diesen Effekt in dieser Stichprobe bereits mit abgedeckt haben.
Werden meine Eingaben übertragen?
Nein. Die Rechnung läuft mit JavaScript in Ihrem Browser. Größe, Gewicht, Alter und Geschlecht verlassen Ihr Gerät nicht, werden nicht gespeichert und sind nach dem Schließen des Tabs verschwunden.
Gleichungen nach Watson, Watson und Batt (1980), entwickelt an erwachsenen Freiwilligen mit einem Verdünnungsverfahren als Referenzmethode. Die genannten Anteile am Körpergewicht folgen der verbreiteten Darstellung in der physiologischen Fachliteratur.
Was dieser Rechner nicht leistet: er misst nichts und beurteilt Ihr Trinkverhalten nicht. Er erkennt keine Wassereinlagerung und keinen Flüssigkeitsmangel — bei Wassereinlagerungen liefert er sogar systematisch zu niedrige Werte, weil er die zusätzliche Flüssigkeit nicht kennt.
Zuletzt geprüft 7. September 2026 · Nächste Prüfung März 2027 · Veröffentlicht 7. September 2026
Dieser Rechner ist allgemeine Information und ersetzt kein ärztliches Gespräch. Er stellt keine Diagnose. Bei Beschwerden, die neu sind, sich verschlechtern oder Sie beunruhigen, wenden Sie sich an Ihre Hausarztpraxis — unabhängig von dem, was hier steht. Einzelheiten im medizinischen Haftungsausschluss.