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Trinkmenge pro Tag

Der bekannte Richtwert bezieht sich auf Getränke — nicht auf die gesamte Flüssigkeit. Und bei manchen Erkrankungen gilt er gar nicht.

Aktualisiert 7. September 2026 · Referenzwerte von 2026

Nicht alles muss getrunken werden Getränkerund 1,5 l feste Nahrungrund 0,7 l Stoffwechsel0,3 l Der DGE-Richtwert von 1,5 Litern bezieht sich nur auf den blauen Teil.
Rund ein Drittel der täglichen Flüssigkeit stammt aus fester Nahrung und aus dem Stoffwechsel. Der DGE-Richtwert von 1,5 Litern meint nur die Getränke.

Trinkmenge berechnen

Der Richtwert gilt für normale Bedingungen. Hitze, Sport und Fieber erhöhen ihn deutlich.

in Jahren

Rund 0,5 bis 0,7 l je Stunde

Dann gilt die ärztliche Vorgabe, nicht dieser Rechner

1,5 Liter — aber wovon?

Der bekannte Richtwert bezieht sich auf Getränke, nicht auf die gesamte Flüssigkeitsaufnahme. Dazu kommen rund 0,7 Liter aus fester Nahrung — Obst, Gemüse, Suppen, Milchprodukte bestehen überwiegend aus Wasser — und etwa 0,3 Liter, die im Stoffwechsel selbst entstehen.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung nennt für Erwachsene einen Richtwert von rund 1,5 Litern Getränken am Tag; im höheren Lebensalter liegt er geringfügig niedriger. Das gilt für gemäßigte Temperaturen und ohne besondere körperliche Belastung.

Wann deutlich mehr nötig ist

SituationZusätzlicher Bedarf
Hitze über 30 °Crund 1 Liter zusätzlich
Schwitzende Aktivitätetwa 0,5 bis 0,7 Liter je Stunde
Fieberje Grad über 37 °C etwa 0,5 bis 1 Liter
Durchfall, Erbrechendeutlich mehr — hier zählt Ersatz, nicht Richtwert
Trockene Heizungsluft im Winteretwas mehr, oft unterschätzt

Die Urinfarbe sagt mehr als jede Rechnung

Der praktischste Anhaltspunkt im Alltag ist die Farbe des Urins: hellgelb bis fast farblos spricht für eine ausreichende Zufuhr, dunkelgelb bis bernsteinfarben für zu wenig. Beachten Sie dabei, dass einige Vitaminpräparate und Medikamente den Urin unabhängig davon kräftig färben.

Der zweite Anhaltspunkt ist die Häufigkeit: vier- bis siebenmal Wasserlassen am Tag ist bei den meisten Erwachsenen üblich.

Im Alter fehlt das Durstgefühl

Das ist der Grund, warum Trinken bei älteren Menschen ein eigenes Thema ist: Das Durstempfinden nimmt mit dem Alter ab, und gleichzeitig sinkt die Fähigkeit der Nieren, Wasser zurückzuhalten. Ein Flüssigkeitsmangel entsteht dann, ohne dass Durst ihn ankündigt.

Er äußert sich häufig unspezifisch — Verwirrtheit, Schwäche, Schwindel, Stürze — und wird deshalb leicht anderen Ursachen zugeschrieben. Feste Trinkzeiten und ein sichtbar bereitgestelltes Tagespensum wirken hier besser als der Hinweis, auf den Durst zu achten.

Wenn die Trinkmenge ärztlich begrenzt ist Bei bestimmten Herz- und Nierenerkrankungen wird die tägliche Flüssigkeitsmenge ärztlich festgelegt und ist oft deutlich niedriger als der allgemeine Richtwert. In diesem Fall gilt die ärztliche Vorgabe — nicht dieser Rechner und nicht der Ratschlag, mehr zu trinken.

Zu viel trinken ist ebenfalls möglich

Selten, aber real: Wer in kurzer Zeit sehr große Mengen Wasser trinkt, kann das Natrium im Blut so weit verdünnen, dass es gefährlich wird. Betroffen sind vor allem Menschen bei langen Ausdauerbelastungen, die reichlich Wasser ohne Salz zuführen. Anzeichen sind Kopfschmerz, Übelkeit, Verwirrtheit — bei Ausdauersport gehören deshalb salzhaltige Getränke oder Nahrung dazu.

Häufige Fragen

Zählt Kaffee zur Trinkmenge?

Ja. Die früher verbreitete Vorstellung, Kaffee entziehe dem Körper Wasser, gilt als überholt — bei gewohnheitsmäßigem Konsum ist die Flüssigkeitsbilanz von Kaffee und Tee positiv, sie zählen also mit. Für den Wasserhaushalt ist das geklärt; für Schlaf und Herzschlag bleibt die Koffeinmenge natürlich relevant, dazu gibt es einen eigenen Rechner.

Muss ich wirklich 1,5 Liter trinken?

Es ist ein Richtwert für die Bevölkerung, kein Sollwert für jeden Tag. Wer viel Obst, Gemüse und Suppen isst, nimmt mehr Flüssigkeit über die Nahrung auf und braucht weniger aus Getränken; bei Hitze oder Sport ist es umgekehrt. Der praktischste Maßstab bleibt die Urinfarbe: hellgelb bis fast farblos spricht für eine ausreichende Zufuhr.

Warum trinken ältere Menschen zu wenig?

Weil das Durstempfinden mit dem Alter nachlässt und die Nieren Wasser schlechter zurückhalten. Ein Flüssigkeitsmangel entsteht dadurch, ohne dass Durst ihn ankündigt, und er äußert sich oft unspezifisch — Verwirrtheit, Schwäche, Schwindel, Stürze. Der Hinweis, auf den Durst zu achten, hilft hier gerade nicht; feste Trinkzeiten und ein sichtbar bereitgestelltes Tagespensum wirken deutlich besser.

Kann man zu viel trinken?

Ja, wenn auch selten. Sehr große Mengen Wasser in kurzer Zeit können das Natrium im Blut so weit verdünnen, dass es gefährlich wird. Das betrifft vor allem lange Ausdauerbelastungen, bei denen reichlich reines Wasser zugeführt wird. Anzeichen sind Kopfschmerz, Übelkeit und Verwirrtheit. Bei längerem Sport gehören deshalb salzhaltige Getränke oder Nahrung dazu — nicht nur Wasser.

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Grundlagen und Quellen
Richtwerte für die Wasserzufuhr nach den D-A-CH-Referenzwerten der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE), einschließlich der Aufteilung auf Getränke, feste Nahrung und Oxidationswasser. Hinweise zum Flüssigkeitsmangel im Alter nach den Empfehlungen der DGE zur Ernährung älterer Menschen sowie den Patienteninformationen des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG).

Was dieser Rechner nicht leistet: er gilt nicht, wenn die Trinkmenge aus medizinischen Gründen begrenzt ist. Bei Durchfall und Erbrechen geht es um den Ersatz von Verlusten einschließlich Salzen — dafür ist dieser Richtwert nicht gedacht.

Zuletzt geprüft 7. September 2026 · Nächste Prüfung März 2027 · Veröffentlicht 7. September 2026

Wenn Kalorienzählen, Wiegen oder der Gedanke an Essen einen großen Teil Ihres Tages einnimmt, ist ein Rechner nicht das richtige Werkzeug. Sprechen Sie darüber in Ihrer Hausarztpraxis; die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und die Landesstellen für Suchtfragen bieten außerdem anonyme Beratung an. Die Rechner auf dieser Seite sind allgemeine Information und ersetzen keine Ernährungsberatung und kein ärztliches Gespräch. Einzelheiten im medizinischen Haftungsausschluss.