Lichtschutzfaktor
Bei halber Menge bleibt von LSF 50 grob die Wirkung eines Faktors um 7. Der Zusammenhang ist nicht linear.
Aktualisiert 7. September 2026 · Referenzwerte von 2026
Menge und tatsächlicher Schutz
Die aufgedruckte Zahl gilt nur bei einer Menge, die kaum jemand aufträgt.
Tatsächlicher Schutz
—
—Was die Zahl bedeutet
Der Lichtschutzfaktor gibt an, welcher Anteil der sonnenbrandwirksamen Strahlung die Haut erreicht — als Kehrwert:
| Faktor | Es kommen durch |
|---|---|
| LSF 15 | etwa 7 Prozent |
| LSF 30 | etwa 3 Prozent |
| LSF 50 | etwa 2 Prozent |
Daran sieht man zweierlei. Erstens: Der Sprung von 15 auf 30 bringt mehr als der von 30 auf 50. Zweitens: Kein Faktor blockt alles — hundertprozentigen Schutz gibt es nicht, und deshalb ist die Angabe „Sunblocker“ auch nicht mehr zulässig.
Die Menge entscheidet mehr als die Zahl
Das ist der wichtigste Punkt auf dieser Seite. Der aufgedruckte Faktor wird unter Laborbedingungen mit einer festgelegten Menge ermittelt — und die ist deutlich mehr, als Menschen im Alltag auftragen. Untersuchungen zeigen regelmäßig, dass etwa ein Viertel bis die Hälfte davon verwendet wird.
Und der Zusammenhang ist nicht linear: Halbe Menge bedeutet nicht halben Schutz, sondern deutlich weniger. Aus einem LSF 50 wird bei halber Menge grob die Wirkung eines Faktors um 7.
Daraus folgt eine praktische Regel: Ein niedrigerer Faktor, dick aufgetragen, schützt besser als ein hoher, dünn verrieben. Und: Lieber zweimal auftragen als einmal sparsam.
Wie viel ist genug
- Ganzer Körper eines Erwachsenen: etwa 30 bis 40 Milliliter — eine gute Handvoll, ungefähr sechs bis acht Teelöffel.
- Gesicht und Hals: etwa zwei Fingerlängen Creme aus der Tube, auf Zeige- und Mittelfinger aufgetragen.
- Als Faustregel gilt etwa ein Teelöffel pro Körperregion — ein Arm, ein Bein, Brust, Rücken, Gesicht mit Hals.
Wenn eine Flasche einen ganzen Sommer hält, war die Menge zu klein.
Was Nachcremen leistet — und was nicht
Es verlängert die Zeit in der Sonne nicht. Der Schutz wird durch Schwitzen, Abrieb an Kleidung und Handtüchern und durch Wasser abgetragen; Nachcremen stellt den ursprünglichen Zustand wieder her, mehr nicht.
Der Vorstellung, man könne durch Nachcremen den ganzen Tag in der Sonne bleiben, liegt ein Rechenfehler zugrunde — die Schutzwirkung addiert sich nicht.
- Etwa alle zwei Stunden nachcremen, bei Wasser und Sport öfter.
- Wasserfest heißt nicht wasserdicht. Auch bei entsprechender Auslobung geht ein erheblicher Teil beim Baden verloren, und das Abtrocknen nimmt den Rest.
- Die erste Schicht etwa zwanzig Minuten vor dem Rausgehen — manche Filter brauchen etwas, bis sie gleichmäßig aufliegen.
Worauf man beim Kauf achtet
- UVA-Schutz: erkennbar am eingekreisten UVA-Zeichen auf der Packung. Der Lichtschutzfaktor allein beschreibt nur den UVB-Anteil — UVA dringt tiefer ein und ist an Hautalterung und Hautkrebs beteiligt.
- Mineralisch oder chemisch — beide funktionieren. Mineralische Filter wirken sofort und hinterlassen eher einen weißen Film, chemische ziehen besser ein. Für Kinder und empfindliche Haut werden mineralische oft bevorzugt.
- Haltbarkeit: Nach dem Öffnen begrenzt — das Symbol auf der Packung nennt die Monate. Eine seit zwei Sommern offene Flasche im heißen Auto ist kein zuverlässiger Schutz mehr.
Häufige Fragen
Was bedeutet der Lichtschutzfaktor genau?
Er gibt als Kehrwert an, welcher Anteil der sonnenbrandwirksamen Strahlung durchkommt: Bei LSF 15 etwa sieben Prozent, bei LSF 30 etwa drei, bei LSF 50 etwa zwei. Daran sieht man, dass der Sprung von 15 auf 30 mehr bringt als der von 30 auf 50 — und dass kein Faktor alles blockt. Deshalb ist die Bezeichnung Sunblocker auch nicht mehr zulässig.
Warum ist die Menge so entscheidend?
Weil der aufgedruckte Faktor unter Laborbedingungen mit einer festgelegten Menge ermittelt wird, und die ist deutlich mehr als das, was im Alltag aufgetragen wird. Der Zusammenhang ist dabei nicht linear: Halbe Menge bedeutet nicht halben Schutz, sondern deutlich weniger — aus LSF 50 wird bei halber Menge grob die Wirkung eines Faktors um 7.
Wie viel Creme brauche ich?
Für den ganzen Körper eines Erwachsenen etwa 30 bis 40 Milliliter, also ungefähr sechs bis acht Teelöffel. Für Gesicht und Hals etwa zwei Fingerlängen aus der Tube. Als Faustregel gilt ein Teelöffel pro Körperregion. Wenn eine Flasche einen ganzen Sommer hält, war die Menge zu klein.
Verlängert Nachcremen die Zeit in der Sonne?
Nein. Der Schutz wird durch Schwitzen, Abrieb und Wasser abgetragen; Nachcremen stellt den ursprünglichen Zustand wieder her, mehr nicht — die Schutzwirkung addiert sich nicht. Sinnvoll ist es trotzdem: etwa alle zwei Stunden, bei Wasser und Sport öfter. Und wasserfest heißt nicht wasserdicht.
Werden meine Angaben zum Sonnenschutz gespeichert?
Nein. Die Berechnung läuft vollständig mit JavaScript in Ihrem Browser; Ihre Angaben verlassen Ihr Gerät nicht und werden nicht gespeichert.
Die Definition des Lichtschutzfaktors als Kehrwert der durchgelassenen erythemwirksamen Strahlung, die standardisierte Auftragsmenge bei der Prüfung und der überproportionale Wirkungsverlust bei geringerer Auftragsmenge entsprechen der europäischen Prüfnorm und der dermatologischen Literatur. Die Empfehlung zur Kennzeichnung des UVA-Schutzes durch das eingekreiste UVA-Zeichen sowie das Verbot der Bezeichnung als Sunblocker folgen der EU-Empfehlung zu Sonnenschutzmitteln. Angaben zu Auftragsmengen, Nachcremen und Wasserfestigkeit entsprechen den Informationen des Bundesamtes für Strahlenschutz.
Was dieser Rechner nicht leistet: er nennt keine Aufenthaltsdauer in der Sonne. Die Umrechnung des Lichtschutzfaktors in eine zulässige Zeit gilt als irreführend und wird hier bewusst nicht angeboten.
Zuletzt geprüft 7. September 2026 · Nächste Prüfung März 2027 · Veröffentlicht 7. September 2026
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