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Standardglas berechnen

Ein großzügig gefülltes Weinglas sind zwei Standardgläser, nicht eines. Das ist kein Vorwurf, sondern ein Messproblem.

Aktualisiert 7. September 2026 · Referenzwerte von 2026

Dasselbe Glas, zwei verschiedene Mengen 0,125 l ein Standardglas 0,25 l zwei Standardgläser Zu Hause wird selten abgemessen — und großzügig eingeschenkt.
Zu Hause wird selten abgemessen — und wer nachmisst, kommt fast immer auf mehr, als er gedacht hätte.

Reinen Alkohol berechnen

Aus Menge und Volumenprozent — so lässt sich Verschiedenes vergleichen.

in Litern

in Volumenprozent

Warum überhaupt umrechnen

Weil sich Bier, Wein und Spirituosen sonst nicht vergleichen lassen. Die gemeinsame Einheit ist Gramm reiner Alkohol, und die lässt sich aus zwei Angaben berechnen, die auf jeder Flasche stehen:

Gramm Alkohol = Liter × Volumenprozent × 7,89

Der Faktor ergibt sich aus der Dichte von Alkohol — er ist leichter als Wasser.

Ein Standardglas enthält etwa zehn bis zwölf Gramm. Das entspricht grob einem kleinen Bier von 0,3 Litern, einem Glas Wein von 0,125 Litern, einem Glas Sekt von 0,1 Litern oder einem Schnapsglas von 4 Zentilitern.

Der eigentliche Grund für Fehleinschätzungen

Zu Hause wird nicht abgemessen. Ein großzügig gefülltes Weinglas fasst leicht 0,25 Liter — das sind zwei Standardgläser, nicht eines. Wer abends „zwei Gläser Wein“ trinkt, kommt damit auf die Menge von vier.

Dazu kommen zwei weitere Verschiebungen:

Wer die eigene Menge einmal nachmisst, kommt fast immer auf mehr, als er gedacht hätte. Das ist kein Vorwurf — es ist schlicht ein Messproblem.

Wie der Körper Alkohol abbaut

Weitgehend gleichmäßig und langsam: als grober Anhaltspunkt etwa 0,1 Promille pro Stunde. Das ist der wichtigste Punkt überhaupt, denn daraus folgt:

Die Grenzen im Straßenverkehr

In Deutschland gilt eine allgemeine Grenze von 0,5 Promille. Aber:

Diese Seite berechnet keinen Promillewert und sagt Ihnen nicht, wann Sie fahren dürfen. Solche Rechner wirken präzise und sind es nicht: Der tatsächliche Wert hängt von Körperzusammensetzung, Mageninhalt, Trinkgeschwindigkeit, Medikamenten und Tagesform ab und schwankt erheblich. Die einzige Auskunft, die immer stimmt, lautet: Wer getrunken hat, fährt nicht.

Zur Frage nach der unbedenklichen Menge

Nach heutigem Stand gibt es keine Menge ohne Risiko. Das Risiko steigt mit der Menge, aber es beginnt nicht erst bei einem Schwellenwert. Auch die Vorstellung, kleine Mengen seien fürs Herz günstig, hält neueren Auswertungen nicht stand.

Das ist keine Aufforderung zu irgendetwas — es ist die Antwort auf eine häufige Frage. Wer seinen Konsum einordnen möchte, findet unter Alkohol einordnen einen kurzen Fragebogen und die Adressen, an die man sich in Deutschland kostenlos und vertraulich wenden kann.

Wenn regelmäßig getrunken wird Wer über längere Zeit täglich in größeren Mengen trinkt, sollte nicht abrupt aufhören, ohne das ärztlich zu besprechen — ein plötzlicher Entzug kann in diesem Fall gefährlich sein. Und Alkohol verträgt sich mit vielen Medikamenten schlecht; das steht im Beipackzettel und wird selten gelesen. Beides klärt eine kurze Nachfrage in der Praxis oder Apotheke.

Häufige Fragen

Wie rechne ich Gramm reinen Alkohol aus?

Liter mal Volumenprozent mal 7,89 — der Faktor ergibt sich aus der Dichte von Alkohol, der leichter ist als Wasser. Ein Standardglas enthält etwa zehn bis zwölf Gramm, was grob einem kleinen Bier von 0,3 Litern, einem Glas Wein von 0,125 Litern oder einem Schnapsglas von 4 Zentilitern entspricht.

Warum schätzen sich die meisten falsch ein?

Weil zu Hause nicht abgemessen wird. Ein großzügig gefülltes Weinglas fasst leicht 0,25 Liter — das sind zwei Standardgläser, nicht eines. Dazu kommt, dass der Alkoholgehalt vieler Weine gestiegen ist und Gastronomiegläser größer geworden sind. Wer einmal nachmisst, kommt fast immer auf mehr als gedacht.

Was beschleunigt den Abbau?

Nichts. Kaffee, kalte Duschen, frische Luft, Bewegung, fettes Essen und Schlaf wirken nicht auf den Abbau — Sie können sich wacher fühlen und sind es nicht. Der Körper baut weitgehend gleichmäßig ab, als grober Anhaltspunkt etwa 0,1 Promille pro Stunde. Deshalb kann am Morgen danach noch reichlich im Blut sein.

Warum rechnet diese Seite keinen Promillewert aus?

Weil solche Rechner präzise wirken und es nicht sind. Der tatsächliche Wert hängt von Körperzusammensetzung, Mageninhalt, Trinkgeschwindigkeit, Medikamenten und Tagesform ab und schwankt erheblich. Eine Zahl, auf die man sich verlässt, wäre hier gefährlicher als keine — die einzige Auskunft, die immer stimmt, lautet: Wer getrunken hat, fährt nicht.

Werden meine Angaben zum Trinken gespeichert?

Nein. Die Berechnung läuft vollständig mit JavaScript in Ihrem Browser — Ihre Angaben verlassen Ihr Gerät nicht, werden nicht gespeichert und sind nach dem Schließen des Tabs verschwunden.

Grundlagen und Quellen
Die Berechnung des Reinalkoholgehalts aus Volumen und Volumenprozent unter Berücksichtigung der Dichte von Ethanol sowie die Definition des Standardglases mit etwa zehn bis zwölf Gramm entsprechen den Angaben der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Die weitgehend lineare Eliminationsrate und die fehlende Beschleunigbarkeit des Abbaus sind pharmakologisch beschrieben. Die genannten Grenzwerte im Straßenverkehr — 0,5 Promille als Ordnungswidrigkeit, 0,3 Promille bei Ausfallerscheinungen oder Unfall sowie das absolute Alkoholverbot in der Probezeit und unter 21 Jahren — ergeben sich aus dem Straßenverkehrsgesetz und der Straßenverkehrs-Ordnung. Die Einschätzung, dass keine risikofreie Menge benannt werden kann, entspricht aktuellen Auswertungen und den Stellungnahmen internationaler Fachgremien.

Was dieser Rechner nicht leistet: er berechnet bewusst keinen Blutalkoholwert und keine Fahrtüchtigkeit. Eine solche Zahl wäre scheingenau — und gefährlicher als keine.

Zuletzt geprüft 7. September 2026 · Nächste Prüfung März 2027 · Veröffentlicht 7. September 2026

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