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Impfkalender

Eine begonnene Impfserie wird nie neu gestartet — egal wie lange die Lücke ist. Nachholen statt wiederholen.

Aktualisiert 7. September 2026 · Referenzwerte von 2026

Jede Impfung zählt — auch eine späte Verbreiteter Irrtum „Zu spät — jetzt fängt alles von vorn an." Tatsächlich Es wird dort weitergemacht, wo aufgehört wurde. Eine begonnene Impfserie wird nie neu gestartet, egal wie lange die Lücke ist.
Der verbreitetste Irrtum kostet Menschen unnötige Termine oder hält sie ganz davon ab, eine Lücke zu schließen.

Was steht wann an?

Die Zeitfenster als Orientierung. Verbindlich ist der aktuelle Kalender — Empfehlungen ändern sich, und der Impfausweis zeigt, was tatsächlich fehlt.

Für Masern gilt eine gesetzliche Nachweispflicht

Wer die Empfehlungen macht

In Deutschland spricht die Ständige Impfkommission beim Robert Koch-Institut die Empfehlungen aus — abgekürzt STIKO. Was sie empfiehlt, wird von den Krankenkassen übernommen; ein Impfkalender wird jährlich veröffentlicht und angepasst.

Diese Anpassungen sind der Grund, warum diese Seite bewusst keine Dosiszahlen und keine abschließende Liste nennt: Empfehlungen kommen hinzu, Schemata ändern sich, und was vor einigen Jahren galt, ist heute teils überholt. Verbindlich ist der aktuelle Kalender, und die Praxis kennt ihn.

Die Altersfenster im Überblick

AlterWorum es geht
ab 6 Wochen Beginn der Schluckimpfung gegen Rotaviren — hier gilt ein enges Zeitfenster, das nicht überschritten werden sollte.
ab 2 Monaten Beginn der Grundimmunisierung: eine Kombinationsimpfung gegen mehrere Erreger gleichzeitig, dazu Pneumokokken.
im ersten Lebensjahr Fortsetzung der begonnenen Serien, Abschluss meist gegen Ende des Jahres.
ab 11 Monaten Masern, Mumps, Röteln und Windpocken — die erste Dosis frühestens ab diesem Alter, die zweite einige Wochen später.
5 bis 6 Jahreerste Auffrischung vor der Einschulung
9 bis 14 Jahre Impfung gegen humane Papillomviren — für Mädchen und Jungen. In diesem Alter genügen weniger Dosen als später.
9 bis 16 Jahrezweite Auffrischung

Bei Frühgeborenen wird nach dem tatsächlichen Geburtsdatum geimpft, nicht nach dem errechneten Termin — und sie erhalten teils zusätzliche Dosen. Das ist wichtig, weil gerade sie besonders von einem frühen Schutz profitieren.

Jede Impfung zählt — auch eine späte

Der verbreitetste Irrtum lautet, eine unterbrochene Serie müsse von vorn begonnen werden. Das stimmt nicht: Eine begonnene Impfserie wird nie neu gestartet, egal wie lange die Lücke ist. Es wird dort weitergemacht, wo aufgehört wurde.

Wer also feststellt, dass etwas seit Jahren fehlt, muss nichts wiederholen — nur nachholen. Das ist der Grund, warum es sich immer lohnt, den Impfausweis prüfen zu lassen, statt die Sache als verpasst abzuhaken.

Der Impfausweis

Er gehört zu jedem Vorsorgetermin dazu. Ist er verloren, kann die Praxis aus ihrer Dokumentation nachtragen; was sich nicht belegen lässt, gilt als nicht geimpft und wird nachgeholt. Das ist unangenehm, aber ungefährlich — eine zusätzliche Dosis schadet nicht.

Bei Erwachsenen wird die Auffrischung gegen Tetanus und Diphtherie regelmäßig vergessen. Sie steht etwa alle zehn Jahre an — und der beste Zeitpunkt, das zu prüfen, ist nicht die Notaufnahme nach einer Verletzung.

Die Masern-Nachweispflicht

Seit dem Masernschutzgesetz muss vor der Aufnahme in eine Kita oder Schule ein Nachweis über den Masernschutz vorgelegt werden — bei Kindern ab einem Jahr und auch bei dort tätigen Personen. Als Nachweis gelten der Impfausweis, ein ärztliches Zeugnis über Immunität oder eine Bescheinigung über eine Kontraindikation.

Auch für nach 1970 geborene Erwachsene wird eine Masernimpfung empfohlen, wenn sie gar nicht oder nur einmal geimpft wurden. Das betrifft eine große Zahl von Menschen, die sich für vollständig geimpft halten.

Diese Seite ersetzt den Kalender nicht Sie nennt keine Dosierungen und keine vollständige Liste, weil sich Empfehlungen ändern und weil die richtige Reihenfolge vom bisherigen Verlauf abhängt. Bringen Sie den Impfausweis in die Praxis mit — dort wird geprüft, was fehlt, und in welcher Reihenfolge es sinnvoll ist. Impfungen nach den geltenden Empfehlungen sind Kassenleistung.

Häufige Fragen

Muss eine unterbrochene Impfserie neu begonnen werden?

Nein, und das ist der verbreitetste Irrtum zu diesem Thema. Eine begonnene Impfserie wird nie neu gestartet — egal wie lange die Lücke ist. Es wird dort weitergemacht, wo aufgehört wurde. Wer feststellt, dass seit Jahren etwas fehlt, muss also nichts wiederholen, sondern nur nachholen. Deshalb lohnt es sich immer, den Ausweis prüfen zu lassen, statt die Sache als verpasst abzuhaken.

Wir haben den Impfausweis verloren. Was passiert jetzt?

Die Praxis kann aus ihrer eigenen Dokumentation nachtragen, was dort erfasst ist. Was sich nicht belegen lässt, gilt als nicht geimpft und wird nachgeholt. Das ist unangenehm, aber ungefährlich — eine zusätzliche Dosis schadet nicht. Sprechen Sie es beim nächsten Termin an; für Kita und Schule wird der Nachweis ohnehin gebraucht.

Was gilt bei Frühgeborenen?

Geimpft wird nach dem tatsächlichen Geburtsdatum, nicht nach dem errechneten Termin — und Frühgeborene erhalten bei einigen Impfungen zusätzliche Dosen. Das ist wichtig, weil gerade sie besonders von einem frühen Schutz profitieren. Die Beurteilung der Entwicklung erfolgt dagegen nach dem korrigierten Alter; diese beiden Dinge werden häufig verwechselt.

Was ist die Masern-Nachweispflicht?

Vor der Aufnahme in eine Kita oder Schule muss ein Nachweis über den Masernschutz vorgelegt werden — bei Kindern ab einem Jahr und auch bei dort tätigen Personen. Als Nachweis gelten der Impfausweis, ein ärztliches Zeugnis über Immunität oder eine Bescheinigung über eine Kontraindikation. Auch für nach 1970 geborene Erwachsene wird eine Masernimpfung empfohlen, wenn sie gar nicht oder nur einmal geimpft wurden.

Wird irgendwo erfasst, dass ich nach fehlenden Impfungen gesucht habe?

Nein. Die Zeitfenster werden vollständig mit JavaScript in Ihrem Browser berechnet — Geburtsdatum und Impfstatus verlassen Ihr Gerät nicht, werden nicht gespeichert und sind nach dem Schließen des Tabs verschwunden. Es gibt weder ein Formular noch eine Anmeldung.

Grundlagen und Quellen
Struktur und Altersfenster nach den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) beim Robert Koch-Institut, die jährlich als Impfkalender veröffentlicht und angepasst werden. Der Grundsatz, eine unterbrochene Impfserie nicht neu zu beginnen, sowie das Vorgehen bei fehlendem Impfausweis folgen denselben Empfehlungen. Die Nachweispflicht für den Masernschutz ergibt sich aus dem Masernschutzgesetz.

Was dieser Rechner nicht leistet: er nennt keine Dosierungen und keine vollständige Liste. Empfehlungen ändern sich, und die richtige Reihenfolge hängt vom bisherigen Verlauf ab — verbindlich sind der aktuelle Kalender und die Prüfung des Impfausweises in der Praxis.

Zuletzt geprüft 7. September 2026 · Nächste Prüfung März 2027 · Veröffentlicht 7. September 2026

Die Rechner auf dieser Seite sind allgemeine Information und ersetzen keine kinderärztliche Untersuchung. Maßgeblich sind die Eintragungen im gelben Heft und die Einschätzung Ihrer Praxis. Einzelheiten im medizinischen Haftungsausschluss.