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Einschulung — Stichtag

Derselbe Geburtstag, je nach Bundesland ein Jahr Unterschied. Wer umzieht, sollte das früh prüfen.

Aktualisiert 7. September 2026 · Referenzwerte von 2026

Derselbe Geburtstag, je nach Bundesland ein Jahr Unterschied 30. Juni 31. Juli 31. August 30. September Kind mit Geburtstag im August links vom Stichtag: schulpflichtig · rechts: ein Jahr später
Vier gebräuchliche Stichtage. Für ein im August geborenes Kind entscheidet der Wohnort darüber, ob es dieses oder nächstes Jahr eingeschult wird.

Wann wird Ihr Kind eingeschult?

Der Stichtag ist Landesrecht und unterscheidet sich. Welcher bei Ihnen gilt, steht im Schulgesetz Ihres Bundeslandes.

Im Zweifel im Schulamt erfragen

Der Stichtag ist Landesrecht

Schulpflichtig wird ein Kind in dem Jahr, in dem es bis zum Stichtag sechs Jahre alt wird. Welcher Tag das ist, legt jedes Bundesland selbst fest — gebräuchlich sind der 30. Juni, der 31. Juli, der 31. August und der 30. September.

Für ein Kind mit Geburtstag im August bedeutet das je nach Wohnort ein Jahr Unterschied. Wer umzieht, sollte das früh prüfen: Es kommt vor, dass ein Kind im neuen Bundesland ein Jahr früher oder später eingeschult wird als geplant.

Die Stichtage werden gelegentlich geändert, und einige Länder haben Sonderregelungen — etwa einen Korridor, in dem die Eltern über den Zeitpunkt entscheiden. Verlassen Sie sich deshalb nicht auf eine Tabelle im Internet, sondern fragen Sie im Schulamt oder in der Grundschule nach.

Kann-Kinder und Rückstellung

Für Kinder, die erst nach dem Stichtag sechs werden, können Eltern eine vorzeitige Einschulung beantragen. In der Regel wird dafür geprüft, ob das Kind schulfähig ist — durch die Schule, oft zusammen mit dem schulpsychologischen Dienst.

Umgekehrt ist in den meisten Ländern eine Rückstellung um ein Jahr möglich, wenn ein Kind noch nicht so weit ist. Die Voraussetzungen unterscheiden sich und wurden in einigen Ländern verschärft — eine Rückstellung „auf Wunsch“ gibt es meist nicht mehr, es braucht eine Begründung.

Beides sind Anträge mit Fristen. Wenn Sie darüber nachdenken, sprechen Sie es beim Anmeldetermin an — nicht erst im Frühjahr.

Was Schulfähigkeit eigentlich meint

Ein verbreitetes Missverständnis: Es geht nicht darum, ob ein Kind schon lesen, schreiben oder rechnen kann. Das lernt es in der Schule.

Gemeint ist die Fähigkeit, sich eine Weile auf eine Sache zu konzentrieren, in einer Gruppe zurechtzukommen, sich von den Eltern zu lösen, einfache Aufgaben zu verstehen und zu Ende zu bringen, und die feinmotorischen Grundlagen zum Stifthalten. Dazu kommt Sprache — sie ist der stärkste einzelne Faktor für einen guten Start.

Die Schuleingangsuntersuchung

Sie ist in allen Bundesländern verpflichtend und wird vom Gesundheitsamt durchgeführt, nicht in der Kinderarztpraxis. Geprüft werden unter anderem Sehen, Hören, Sprache, Motorik und der Impfstatus.

Sie findet meist im Jahr vor der Einschulung statt — teils schon deutlich vorher. Bringen Sie das gelbe Heft und den Impfausweis mit; der Masernnachweis wird dort ebenfalls verlangt.

Die Untersuchung ist keine Prüfung, die man bestehen oder nicht bestehen kann. Sie soll Dinge finden, die sich vor der Einschulung noch angehen lassen — eine unentdeckte Sehschwäche etwa oder ein Förderbedarf in der Sprache.

Früher oder später — was die Forschung sagt

Hier gibt es keine einfache Antwort. Es gibt Hinweise darauf, dass die jüngsten Kinder eines Jahrgangs es in den ersten Schuljahren etwas schwerer haben — bei Leistung, aber auch bei der Einschätzung durch Lehrkräfte. Dieser Effekt verliert sich über die Schuljahre meist.

Umgekehrt ist eine Rückstellung kein neutraler Schritt: Das Kind verbringt ein weiteres Jahr in einer Umgebung, die es womöglich nicht mehr fordert, und ist später das älteste in der Klasse. Beides hat Vor- und Nachteile, und die Entscheidung fällt am besten mit denen, die das Kind im Alltag erleben — Kita und Schule.

Häufige Fragen

Warum ist der Stichtag nicht überall gleich?

Weil Schulrecht Ländersache ist. Jedes Bundesland legt selbst fest, bis wann ein Kind sechs geworden sein muss, um im selben Jahr schulpflichtig zu werden — gebräuchlich sind der 30. Juni, der 31. Juli, der 31. August und der 30. September. Für ein Kind mit Geburtstag im August bedeutet das je nach Wohnort ein Jahr Unterschied. Wer umzieht, sollte das früh prüfen.

Kann ich mein Kind früher einschulen lassen?

In der Regel ja, per Antrag — für Kinder, die erst nach dem Stichtag sechs werden. Geprüft wird dabei, ob das Kind schulfähig ist, durch die Schule und oft zusammen mit dem schulpsychologischen Dienst. Es gibt Fristen, deshalb sollten Sie es beim Anmeldetermin ansprechen und nicht erst im Frühjahr.

Was bedeutet schulfähig?

Nicht, dass ein Kind schon lesen, schreiben oder rechnen kann — das lernt es in der Schule. Gemeint ist, dass es sich eine Weile auf eine Sache konzentrieren kann, in einer Gruppe zurechtkommt, sich von den Eltern lösen kann, einfache Aufgaben versteht und zu Ende bringt und einen Stift halten kann. Sprache ist dabei der stärkste einzelne Faktor für einen guten Start.

Ist die Schuleingangsuntersuchung eine Prüfung?

Nein. Sie ist verpflichtend und wird vom Gesundheitsamt durchgeführt, nicht in der Kinderarztpraxis — geprüft werden unter anderem Sehen, Hören, Sprache, Motorik und der Impfstatus. Sie soll Dinge finden, die sich vor der Einschulung noch angehen lassen, etwa eine unentdeckte Sehschwäche. Bringen Sie das gelbe Heft und den Impfausweis mit; der Masernnachweis wird dort ebenfalls verlangt.

Erfährt die Schule, dass ich hier gerechnet habe?

Nein. Die Berechnung läuft vollständig mit JavaScript in Ihrem Browser — Geburtsdatum und Stichtag verlassen Ihr Gerät nicht, werden nicht gespeichert und sind nach dem Schließen des Tabs verschwunden. Es gibt weder ein Formular noch eine Anmeldung.

Grundlagen und Quellen
Die Regelungen zur Schulpflicht, zum Stichtag, zur vorzeitigen Einschulung und zur Rückstellung sind in den Schulgesetzen der Länder festgelegt und unterscheiden sich entsprechend; sie werden gelegentlich geändert. Die Schuleingangsuntersuchung durch den öffentlichen Gesundheitsdienst ist in allen Ländern vorgeschrieben. Der Nachweis über den Masernschutz ergibt sich aus dem Masernschutzgesetz. Die Hinweise zum relativen Alterseffekt entsprechen der veröffentlichten Bildungsforschung.

Was dieser Rechner nicht leistet: er ist keine verbindliche Auskunft. Welcher Stichtag und welche Sonderregelungen bei Ihnen gelten, erfragen Sie im Schulamt oder in der Grundschule — Tabellen im Internet sind hier häufig veraltet.

Zuletzt geprüft 7. September 2026 · Nächste Prüfung März 2027 · Veröffentlicht 7. September 2026

Die Rechner auf dieser Seite sind allgemeine Information und ersetzen keine kinderärztliche Untersuchung. Maßgeblich sind die Eintragungen im gelben Heft und die Einschätzung Ihrer Praxis. Einzelheiten im medizinischen Haftungsausschluss.