Blutdruck richtig messen
Eine zu kleine Manschette hebt den Wert um zehn mmHg und mehr — genug, um aus einem normalen Blutdruck eine Diagnose zu machen.
Aktualisiert 7. September 2026 · Referenzwerte von 2026
Passt Ihre Manschette?
Die Manschettengröße ist der Fehler mit dem größten Hebel. Messen Sie den Umfang Ihres Oberarms auf halber Höhe zwischen Schulter und Ellenbogen.
in Zentimetern, am entspannten Arm gemessen
Die Deutsche Hochdruckliga vergibt ein Prüfsiegel
Ergebnis
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—Die Manschette ist der größte Hebel
Eine zu kleine Manschette misst zu hoch — bei deutlich zu kleinem Umfang um zehn mmHg und mehr. Das reicht aus, um einen normalen Wert in die Kategorie Bluthochdruck zu heben. Eine zu große Manschette misst umgekehrt etwas zu niedrig.
Die Faustregel: Die aufblasbare Blase in der Manschette sollte etwa 80 Prozent des Oberarmumfangs umschließen. Praktisch heißt das:
| Oberarmumfang | Manschettengröße |
|---|---|
| unter 22 cm | klein |
| 22 bis 32 cm | normal — bei den meisten Geräten beiliegend |
| über 32 cm | groß |
| über 42 cm | extra groß oder Oberschenkelmanschette |
Messen Sie Ihren Oberarmumfang einmal nach — viele Menschen verwenden jahrelang die beiliegende Standardmanschette, ohne zu prüfen, ob sie passt.
Die Messung selbst
- Fünf Minuten ruhig sitzen, bevor Sie beginnen. Nicht direkt nach Treppensteigen, Kaffee oder einer Zigarette — dafür jeweils rund 30 Minuten Abstand.
- Blase vorher entleeren. Eine volle Blase hebt den Wert messbar.
- Sitzen mit angelehntem Rücken, Beine nebeneinander auf dem Boden, nicht übereinandergeschlagen.
- Manschette auf den nackten Oberarm, unterer Rand etwa zwei Zentimeter über der Ellenbeuge. Nicht über den hochgeschobenen Ärmel — der schnürt ein.
- Arm auf Herzhöhe abstützen, etwa auf einem Tisch.
- Nicht sprechen während der Messung, auch nicht zuhören.
- Zweimal messen im Abstand von einer Minute; bei größerem Unterschied ein drittes Mal. Verwendet wird der Mittelwert der letzten beiden.
Beim ersten Mal an beiden Armen
Zwischen rechts und links bestehen häufig kleine Unterschiede. Beträgt der Unterschied mehr als etwa 10 bis 15 mmHg, sollte das ärztlich angesehen werden — es kann auf eine Gefäßveränderung hinweisen. Ansonsten gilt: Messen Sie künftig immer am Arm mit dem höheren Wert, nicht am bequemeren.
Handgelenkgeräte
Sie sind bequem und für viele Menschen die praktikable Lösung — aber empfindlicher. Der Grund ist die Höhe: Liegt das Handgelenk nicht auf Herzhöhe, verfälscht schon ein Höhenunterschied von wenigen Zentimetern das Ergebnis spürbar. Wer ein Handgelenkgerät verwendet, sollte den Arm bewusst anwinkeln und die Hand vor der Brust halten.
Bei sehr hohem Oberarmumfang, bei dem keine passende Manschette verfügbar ist, kann ein Handgelenkgerät die genauere Wahl sein — dann ist die falsche Manschette der größere Fehler.
Woran Sie ein geprüftes Gerät erkennen
Die Deutsche Hochdruckliga vergibt ein Prüfsiegel für Blutdruckmessgeräte, die eine klinische Prüfung bestanden haben. Eine Liste der geprüften Geräte veröffentlicht sie auf ihrer Website. Der Preis sagt wenig aus — auch günstige Geräte tragen das Siegel, teure nicht immer.
Häufige Fragen
Woher weiß ich, ob meine Manschette passt?
Messen Sie den Umfang Ihres Oberarms auf halber Höhe zwischen Schulter und Ellenbogen. Bis 32 Zentimeter passt die Standardmanschette, die den meisten Geräten beiliegt; darüber brauchen Sie eine große. Der Unterschied ist erheblich: Eine zu kleine Manschette misst um zehn mmHg und mehr zu hoch und kann einen normalen Wert in die Kategorie Bluthochdruck heben.
Rechts oder links messen?
Beim ersten Mal an beiden Armen — Unterschiede sind häufig. Messen Sie danach immer am Arm mit dem höheren Wert, nicht am bequemeren. Ist der Unterschied größer als etwa 10 bis 15 mmHg, sollte das ärztlich angesehen werden, weil es auf eine Gefäßveränderung hinweisen kann.
Sind Handgelenkgeräte ungenau?
Sie sind empfindlicher, nicht grundsätzlich schlechter. Der entscheidende Punkt ist die Höhe: Liegt das Handgelenk nicht auf Herzhöhe, verfälschen schon wenige Zentimeter das Ergebnis. Wer den Arm bewusst anwinkelt und die Hand vor der Brust hält, bekommt brauchbare Werte. Bei sehr hohem Oberarmumfang ohne passende Manschette ist ein Handgelenkgerät sogar die genauere Wahl.
Warum soll ich beim Messen nicht sprechen?
Weil Sprechen den Blutdruck während der Messung um mehrere mmHg hebt — Zuhören übrigens auch. Dasselbe gilt für eine volle Blase, einen nicht angelehnten Rücken, übereinandergeschlagene Beine und einen herabhängenden Arm. Diese Fehler summieren sich: Wer mehrere gleichzeitig macht, kann leicht bei einem Wert landen, der zwanzig mmHg über dem tatsächlichen liegt.
Bleiben meine Angaben auf diesem Gerät?
Ja. Die Prüfung läuft mit JavaScript in Ihrem Browser. Armumfang, Gerätetyp und die übrigen Angaben werden nicht übertragen und nicht gespeichert.
Messtechnik, Manschettengrößen und das Sieben-Tage-Schema nach den Empfehlungen der Deutschen Hochdruckliga sowie den Leitlinien der European Society of Hypertension (ESH). Angaben zur Größenordnung einzelner Messfehler nach der dort zusammengefassten Studienlage. Das genannte Prüfsiegel und die Liste geprüfter Geräte werden von der Deutschen Hochdruckliga vergeben beziehungsweise veröffentlicht.
Was dieser Rechner nicht leistet: er prüft kein konkretes Gerät und ersetzt keine Kalibrierung. Messgeräte sollten etwa alle zwei Jahre überprüft werden — Apotheken bieten das häufig an.
Zuletzt geprüft 7. September 2026 · Nächste Prüfung März 2027 · Veröffentlicht 7. September 2026
Die Rechner auf dieser Seite sind allgemeine Information und ersetzen keine ärztliche Untersuchung. Sie nennen keine Medikamente und keine Dosierungen. Einzelheiten im medizinischen Haftungsausschluss.