Zeitumstellung
Im Frühjahr fehlt eine Stunde — und das ist in den Tagen danach statistisch sichtbar.
Aktualisiert 7. September 2026 · Referenzwerte von 2026
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Die nächste Umstellung
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—Wann und in welche Richtung
- Am letzten Sonntag im März wird die Uhr um zwei Uhr nachts auf drei Uhr vorgestellt. Diese Nacht ist eine Stunde kürzer.
- Am letzten Sonntag im Oktober wird sie um drei Uhr auf zwei Uhr zurückgestellt. Diese Nacht ist eine Stunde länger.
Die verbreitete Merkhilfe mit den Gartenmöbeln — im Frühjahr vor die Tür, im Herbst zurück in den Schuppen — trifft die Richtung zuverlässig.
Zur Abschaffung: Das Europäische Parlament hat sich dafür ausgesprochen, eine Einigung der Mitgliedstaaten steht seit Jahren aus. Bis dahin bleibt es dabei — und Ankündigungen dazu tauchen jedes Jahr aufs Neue auf.
Warum das Frühjahr schwerer ist
Weil eine Stunde fehlt. Der Körper folgt einer inneren Uhr, die sich am Tageslicht ausrichtet und sich nur langsam verschiebt — etwa eine Stunde pro Tag, bei manchen Menschen langsamer.
Im Herbst kommt eine Stunde dazu, und die meisten empfinden das als angenehm. Im Frühjahr entsteht dagegen ein kleiner, aber echter Schlafmangel, der über Tage nachwirkt.
Das ist auch statistisch sichtbar: In den Tagen nach der Frühjahrsumstellung werden mehr Herzinfarkte und mehr Verkehrsunfälle beobachtet als sonst. Die Effekte sind klein und kurz — aber sie sind messbar, und sie erklären, warum das Thema mehr ist als eine Befindlichkeitsfrage.
Wen es besonders trifft
- Spättypen. Sie haben ohnehin Mühe mit frühen Zeiten; die Frühjahrsumstellung verschärft das.
- Kleine Kinder. Sie halten sich nicht an Uhren — ihr Rhythmus verschiebt sich nur über Tage, unabhängig davon, was der Wecker sagt.
- Menschen mit ohnehin knappem Schlaf. Bei sechs Stunden fällt eine Stunde stärker ins Gewicht als bei acht.
- Schichtarbeitende. Für sie kommt die Umstellung zu einem ohnehin verschobenen Rhythmus dazu.
Was praktisch zu tun ist
- Geräte prüfen, die sich nicht selbst umstellen: Backofen, Auto, Armbanduhr, Heizungssteuerung, Zeitschaltuhren. Handys und Rechner machen es allein.
- Medikamente zu festen Zeiten: Hier lohnt es sich, die Uhrzeit anzupassen — nicht die Zeit zwischen den Einnahmen zu ändern. Bei kritischen Wirkstoffen klärt eine kurze Nachfrage in der Apotheke, ob etwas zu beachten ist.
- Termine am Sonntagmorgen gehören zu den Klassikern — besonders im Frühjahr, wenn eine Stunde wegfällt.
- Nach der Herbstumstellung wird es früher dunkel. Das ist der Zeitpunkt, die Beleuchtung am Fahrrad zu prüfen und mit Kindern den Schulweg im Dunkeln zu üben — die Wochen danach sind die unfallträchtigsten des Jahres.
Wie es leichter wird
Ausführlich steht das unter Zeitumstellung und Schlaf. Das Wesentliche in Kürze:
- In kleinen Schritten vorbereiten — an den Tagen davor jeweils etwa eine Viertelstunde früher ins Bett und früher aufstehen.
- Morgens ins Tageslicht. Es ist das stärkste Signal für die innere Uhr, stärker als jede Uhrzeit.
- Nicht ausschlafen am Sonntag nach der Frühjahrsumstellung — das verschiebt den Rhythmus zusätzlich nach hinten.
Häufige Fragen
Wann wird die Uhr umgestellt?
Am letzten Sonntag im März wird sie um zwei Uhr nachts auf drei Uhr vorgestellt — diese Nacht ist eine Stunde kürzer. Am letzten Sonntag im Oktober wird sie um drei Uhr auf zwei Uhr zurückgestellt, diese Nacht ist eine Stunde länger. Die Merkhilfe mit den Gartenmöbeln trifft die Richtung zuverlässig: im Frühjahr vor die Tür, im Herbst zurück in den Schuppen.
Warum ist die Umstellung im Frühjahr schwerer?
Weil eine Stunde fehlt. Die innere Uhr richtet sich am Tageslicht aus und verschiebt sich nur langsam, etwa eine Stunde pro Tag. Im Herbst kommt eine Stunde dazu, was die meisten als angenehm empfinden; im Frühjahr entsteht ein kleiner, aber echter Schlafmangel, der über Tage nachwirkt.
Hat die Umstellung messbare Folgen?
Ja, kleine und kurze. In den Tagen nach der Frühjahrsumstellung werden mehr Herzinfarkte und mehr Verkehrsunfälle beobachtet als sonst. Die Effekte sind gering, aber messbar — und sie erklären, warum das Thema mehr ist als eine Befindlichkeitsfrage.
Wird die Zeitumstellung abgeschafft?
Das Europäische Parlament hat sich dafür ausgesprochen, eine Einigung der Mitgliedstaaten steht allerdings seit Jahren aus. Bis dahin bleibt es dabei — entsprechende Ankündigungen tauchen jedes Jahr aufs Neue auf.
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Die Termine der Zeitumstellung — jeweils der letzte Sonntag im März und im Oktober — sowie die Uhrzeiten der Umstellung ergeben sich aus der einschlägigen EU-Richtlinie und der deutschen Zeitverordnung. Die verzögerte Anpassung der inneren Uhr an verschobene Zeitgeber und die stärkere Belastung durch die Vorverlegung im Frühjahr entsprechen der chronobiologischen Literatur. Die beobachtete kurzfristige Zunahme kardiovaskulärer Ereignisse und Verkehrsunfälle in den Tagen nach der Frühjahrsumstellung ist in mehreren Auswertungen beschrieben. Zum Stand der geplanten Abschaffung liegt eine Position des Europäischen Parlaments vor; eine Einigung der Mitgliedstaaten steht aus.
Was dieser Rechner nicht leistet: er ersetzt keine Schlafberatung. Beschwerden, die länger als ein bis zwei Wochen anhalten, haben in aller Regel eine andere Ursache.
Zuletzt geprüft 7. September 2026 · Nächste Prüfung März 2027 · Veröffentlicht 7. September 2026
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