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Reiseapotheke

Der häufigste Reisefehler ist nicht die fehlende Salbe, sondern der leere Blister.

Aktualisiert 7. September 2026 · Referenzwerte von 2026

Was zuerst eingepackt wird Ihre eigenen Medikamente für die ganze Reise plus Reserve — im Handgepäck Alles andere gibt es meist auch vor Ort Der häufigste Reisefehler ist nicht die fehlende Salbe, sondern der leere Blister.
Die eigenen Dauermedikamente sind der Teil, den es unterwegs nicht einfach zu kaufen gibt.

Was Sie brauchen

Diese Seite nennt keine Präparate — nur Funktionen und das, was leicht vergessen wird.

in Tagen

Das Wichtigste zuerst

Der häufigste Fehler ist nicht die fehlende Wundsalbe — die gibt es fast überall. Es sind die eigenen Dauermedikamente, die knapp werden.

Bei Betäubungsmitteln — dazu gehören auch manche starke Schmerzmittel und bestimmte Mittel bei ADHS — gelten eigene Regeln. Für den Schengen-Raum gibt es eine von der Praxis auszufüllende und von der Behörde beglaubigte Bescheinigung; für andere Länder entscheidet das jeweilige Land, und manche verbieten die Einfuhr. Das gehört Wochen vorher geklärt.

Was mitzunehmen sinnvoll ist — nach Funktion

Diese Seite nennt bewusst keine Präparate. Was für Sie geeignet ist, sagt Ihre Apotheke — und dort ist die Beratung kostenlos.

Zwei Dinge, bei denen Vorsicht angebracht ist

Durchfallmittel, die den Darm ruhigstellen, unterdrücken ein Symptom. Bei blutigem Durchfall oder hohem Fieber sind sie nicht angebracht — dann gehört das ärztlich angesehen. Sinnvoll sind sie für die Busfahrt oder den Flug, nicht als Dauerlösung. Und bei kleinen Kindern gilt hier besondere Zurückhaltung.

Antibiotika auf Vorrat sind selten sinnvoll. Die meisten Reisedurchfälle sind ohne sie nach wenigen Tagen vorbei; eine unnötige Einnahme fördert Resistenzen und kann den Verlauf sogar verlängern. Es gibt Ausnahmen — sehr abgelegene Reisen, bestimmte Vorerkrankungen —, aber das ist eine Entscheidung für die reisemedizinische Beratung, nicht für die Hausapotheke.

Was viele erst am Zielort merken

Reisemedizinische Beratung rechtzeitig Für Fernreisen und tropische Regionen gehören Impfungen und gegebenenfalls eine Malariaprophylaxe dazu — und beides braucht Vorlauf. Sechs bis acht Wochen vor Abreise ist ein guter Zeitpunkt: Manche Impfungen brauchen mehrere Dosen mit Abstand. Beratungen bieten reisemedizinisch fortgebildete Praxen, tropenmedizinische Institute und Gesundheitsämter an. Und prüfen Sie, ob für Ihr Ziel eine Impfung vorgeschrieben ist — bei einigen Ländern ist die Einreise ohne Nachweis nicht möglich.

Häufige Fragen

Was gehört als Erstes in die Reiseapotheke?

Die eigenen Dauermedikamente — in einer Menge für die ganze Reise plus Reserve, im Handgepäck statt im Koffer, in der Originalverpackung. Dazu eine Liste der Wirkstoffe, nicht der Handelsnamen: Dieselben Wirkstoffe heißen im Ausland anders, und mit dem Wirkstoffnamen findet jede Apotheke das Passende.

Was wird am häufigsten vergessen?

Elektrolytpulver zum Auflösen. Bei Durchfall ist nicht der Durchfall das eigentliche Problem, sondern der Verlust an Flüssigkeit und Salzen — und fertige Beutel sind besser dosiert als jede Eigenmischung. Das ist der wichtigste Posten der ganzen Liste und der, den die wenigsten dabeihaben.

Soll ich Antibiotika vorsorglich mitnehmen?

Selten sinnvoll. Die meisten Reisedurchfälle sind ohne sie nach wenigen Tagen vorbei; eine unnötige Einnahme fördert Resistenzen und kann den Verlauf sogar verlängern. Es gibt Ausnahmen bei sehr abgelegenen Reisen oder bestimmten Vorerkrankungen — das ist aber eine Entscheidung für die reisemedizinische Beratung.

Zahlt meine Krankenkasse im Ausland?

Im EU-Ausland über die Europäische Krankenversicherungskarte, außerhalb oft gar nicht. Und einen Rücktransport nach Deutschland übernimmt die gesetzliche Krankenkasse grundsätzlich nicht — genau dafür ist eine Auslandsreisekrankenversicherung da. Sie kostet wenig und ist der einzige Posten, der wirklich existenziell werden kann.

Werden meine Reiseangaben gespeichert?

Nein. Die Liste wird vollständig mit JavaScript in Ihrem Browser erzeugt; Ihre Angaben verlassen Ihr Gerät nicht und werden nicht gespeichert.

Grundlagen und Quellen
Die Zusammenstellung nach Funktionen, die Hinweise zur Mitnahme von Dauermedikamenten im Handgepäck und in Originalverpackung sowie die Empfehlung, Wirkstoff- statt Handelsnamen zu notieren, entsprechen den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin und Globale Gesundheit und des Auswärtigen Amtes. Die Regelungen zur Mitnahme von Betäubungsmitteln im Schengen-Raum ergeben sich aus dem Schengener Durchführungsübereinkommen in Verbindung mit der Betäubungsmittel-Verschreibungsverordnung. Die Zurückhaltung gegenüber motilitätshemmenden Mitteln bei blutigem Durchfall oder Fieber und gegenüber einer Antibiotika-Selbstmedikation entspricht den reisemedizinischen Leitlinien. Der Leistungsumfang der gesetzlichen Krankenversicherung im Ausland und der fehlende Anspruch auf Rücktransport ergeben sich aus dem Fünften Buch Sozialgesetzbuch.

Was dieser Rechner nicht leistet: er nennt keine Präparate, Wirkstoffe oder Dosierungen. Was für Sie geeignet ist, sagt Ihre Apotheke oder die reisemedizinische Beratung — beides ist unkompliziert zu bekommen.

Zuletzt geprüft 7. September 2026 · Nächste Prüfung März 2027 · Veröffentlicht 7. September 2026

Die Rechner auf dieser Seite sind allgemeine Information und ersetzen keine fachliche Beratung. Bei baulichen Fragen entscheidet die Beurteilung vor Ort. Einzelheiten im Haftungsausschluss.