Schreibtisch einstellen
Ein Laptop zwingt zu einem Kompromiss, der sich nicht auflösen lässt. Deshalb ist die billigste Verbesserung oft die größte.
Aktualisiert 7. September 2026 · Referenzwerte von 2026
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Der häufigste Fehler ist, am Stuhl anzufangen und dort aufzuhören. Sinnvoll ist eine feste Reihenfolge:
- Zuerst der Stuhl. So hoch, dass die Oberschenkel etwa waagerecht liegen und die Füße flach auf dem Boden stehen. Die Lehne stützt den unteren Rücken.
- Dann der Tisch. So hoch, dass die Unterarme bei hängenden Schultern etwa waagerecht aufliegen — der Ellenbogen bildet ungefähr einen rechten Winkel.
- Falls der Tisch nicht verstellbar ist: Stuhl nach der Tischhöhe einstellen und eine Fußstütze verwenden. Das ist kein Notbehelf, sondern die richtige Lösung — baumelnde Füße belasten den Rücken erheblich.
- Zuletzt der Bildschirm. Oberkante etwa auf Augenhöhe oder leicht darunter, etwa eine Armlänge entfernt, leicht nach hinten geneigt.
Das eigentliche Problem heißt Laptop
Ein Laptop zwingt zu einem Kompromiss, der sich nicht auflösen lässt: Steht der Bildschirm richtig, liegt die Tastatur zu hoch. Liegt die Tastatur richtig, schaut man nach unten.
Deshalb ist die wirksamste einzelne Verbesserung an vielen Arbeitsplätzen banal: eine externe Tastatur und Maus, dazu den Laptop auf einen Ständer oder einen Stapel Bücher. Damit lassen sich beide Maße gleichzeitig einhalten — und das kostet wenig.
Für gelegentliches Arbeiten unterwegs ist das entbehrlich. Für tägliche Arbeit ist es der Unterschied zwischen einem Arbeitsplatz und einer Dauerbelastung.
Gleitsichtbrille und Bildschirm
Eine Gleitsichtbrille ist auf Lesen im Nahbereich unten ausgelegt. Am Bildschirm führt das dazu, dass man den Kopf in den Nacken legt, um durch den richtigen Teil des Glases zu sehen — über Stunden eine der häufigsten Ursachen für Nackenbeschwerden bei Bildschirmarbeit.
Zwei Lösungen: den Bildschirm deutlich tiefer stellen als üblich, oder eine eigene Bildschirmarbeitsplatzbrille nutzen, die auf die Entfernung zum Monitor ausgelegt ist.
Und hier liegt ein Recht, das viele nicht kennen: Wer regelmäßig am Bildschirm arbeitet, hat Anspruch auf ein Angebot zur Augenuntersuchung durch den Arbeitgeber. Stellt sich dabei heraus, dass eine normale Brille für die Bildschirmarbeit nicht ausreicht, muss der Arbeitgeber eine geeignete Sehhilfe zur Verfügung stellen. Das wird selten genutzt — meistens, weil niemand davon weiß.
Die beste Haltung ist die nächste
Es gibt keine Sitzhaltung, die über Stunden gut ist. Bandscheiben werden über Bewegung versorgt, nicht über Ruhe — deshalb ist Wechsel wichtiger als jede einzelne korrekte Position.
- Position mehrfach pro Stunde ändern, auch nur leicht.
- Aufstehen zum Telefonieren, für Getränke, für kurze Wege.
- Ein Stehtisch ist nicht automatisch besser — dauerhaftes Stehen belastet anders, aber auch. Der Nutzen liegt im Wechseln, nicht im Stehen.
Kleinigkeiten mit großer Wirkung
- Bildschirm seitlich zum Fenster, nicht davor und nicht dagegen — sonst blendet es oder es spiegelt.
- Maus nah am Körper. Weit außen zu greifen belastet die Schulter mehr als die Hand.
- Handgelenke gerade, nicht abgeknickt. Eine flache Tastatur hilft mehr als ein Gelkissen.
- Dokumente zwischen Tastatur und Bildschirm statt seitlich — sonst wird der Kopf ständig gedreht.
Häufige Fragen
In welcher Reihenfolge stelle ich ein?
Zuerst der Stuhl — so hoch, dass die Oberschenkel etwa waagerecht liegen und die Füße flach stehen. Dann der Tisch, so dass die Unterarme bei hängenden Schultern etwa waagerecht aufliegen. Wenn der Tisch nicht verstellbar ist: Stuhl nach der Tischhöhe einstellen und eine Fußstütze verwenden — das ist kein Notbehelf, sondern die richtige Lösung. Zuletzt der Bildschirm.
Was ist das größte Problem bei Laptop-Arbeit?
Der Kompromiss, der sich nicht auflösen lässt: Steht der Bildschirm richtig, liegt die Tastatur zu hoch; liegt die Tastatur richtig, schaut man nach unten. Die wirksamste einzelne Verbesserung ist deshalb eine externe Tastatur und Maus plus einen Ständer für den Laptop. Für gelegentliches Arbeiten unterwegs ist das entbehrlich, für tägliche Arbeit nicht.
Ich trage eine Gleitsichtbrille — was ändert das?
Viel. Gleitsichtgläser sind auf Nahsehen im unteren Bereich ausgelegt, weshalb man am Bildschirm den Kopf in den Nacken legt — über Stunden eine der häufigsten Ursachen für Nackenbeschwerden. Stellen Sie den Bildschirm deutlich tiefer als üblich, oder nutzen Sie eine eigene Bildschirmarbeitsplatzbrille.
Ist ein Stehtisch besser?
Nicht automatisch. Dauerhaftes Stehen belastet anders, aber auch. Der Nutzen liegt im Wechseln, nicht im Stehen — es gibt keine Haltung, die über Stunden gut ist. Bandscheiben werden über Bewegung versorgt, nicht über Ruhe, weshalb der Wechsel wichtiger ist als jede einzelne korrekte Position.
Werden meine Angaben zum Arbeitsplatz gespeichert?
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Die genannten Einstellwerte und die Reihenfolge Stuhl, Tisch, Bildschirm entsprechen den Empfehlungen der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung zur Bildschirmarbeit und den Technischen Regeln für Arbeitsstätten. Anforderungen an Bildschirmarbeitsplätze, die Unterbrechung der Bildschirmarbeit, das Angebot einer Augenuntersuchung sowie die Bereitstellung einer speziellen Sehhilfe, wenn eine normale Brille nicht ausreicht, ergeben sich aus der Arbeitsstättenverordnung mit ihrem Anhang zur Bildschirmarbeit und der Arbeitsmedizinischen Vorsorgeverordnung. Der Vorrang von Haltungswechsel gegenüber einer einzelnen korrekten Position entspricht der arbeitsmedizinischen Literatur.
Was dieser Rechner nicht leistet: er ersetzt keine Arbeitsplatzbegehung. Die berechneten Maße sind Ausgangswerte aus der Körpergröße — Bein- und Rumpflängen unterscheiden sich individuell.
Zuletzt geprüft 7. September 2026 · Nächste Prüfung März 2027 · Veröffentlicht 7. September 2026
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