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E-Zigarette und Shisha

Die sinnvolle Frage lautet nie „ist das schädlich?“, sondern: Was tritt an die Stelle wovon?

Aktualisiert 7. September 2026 · Referenzwerte von 2026

Was das Wasser in der Shisha leistet Was viele glauben „Das Wasser filtert die Schadstoffe“ Tatsächlich es kühlt den Rauch — Kohlenmonoxid bleibt drin Kühlerer Rauch lässt sich tiefer inhalieren — das ist ein Nachteil, kein Vorteil.
Das Wasser kühlt den Rauch, es filtert ihn nicht — und kühler Rauch wird tiefer inhaliert.
Kohlenmonoxid — sofort 112 Wenn beim oder nach dem Shisha-Rauchen Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Benommenheit oder Bewusstlosigkeit auftreten, kann eine Kohlenmonoxidvergiftung dahinterstecken. Sie ist geruchlos und wird regelmäßig für einen Kreislaufkollaps gehalten. Sofort an die frische Luft, Fenster öffnen, 112 rufen — und dem Rettungsdienst sagen, dass Shisha geraucht wurde. Betroffene brauchen Sauerstoff, und das lässt sich nicht abwarten.

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Das ist der Grund, warum die Diskussion über E-Zigaretten so unübersichtlich wirkt: Zwei zutreffende Sätze stehen scheinbar gegeneinander.

Beides gilt gleichzeitig. Die sinnvolle Frage lautet deshalb nie „ist das schädlich?“, sondern: „Was tritt an die Stelle wovon?“

Der häufigste Fehler beim Umstieg

Parallel zu nutzen. Wer weiter raucht und zusätzlich dampft, hat die Belastung nicht gesenkt — er hat nur die Gelegenheiten vermehrt, an denen Nikotin nachgeliefert wird. Der gesundheitliche Vorteil entsteht erst beim vollständigen Umstieg.

Und der Umstieg ist ein Zwischenschritt, kein Ziel: Die beste Lösung bleibt, am Ende auch das wegzulassen.

Nikotinbeutel

Sie enthalten kein Tabakblatt und erzeugen keinen Rauch — die Schadstoffbelastung ist deutlich geringer als beim Rauchen. Nikotin bleibt aber Nikotin: abhängig machend, kreislaufwirksam und für Jugendliche und Schwangere nicht geeignet.

Problematisch sind vor allem die hohen Gehalte mancher Produkte und die Tatsache, dass sie unauffällig konsumierbar sind — im Unterricht, im Training, überall. Genau das begünstigt eine Abhängigkeit, die niemandem auffällt.

Die Wasserpfeife — das eigentliche Thema

Hier hält sich der folgenreichste Irrtum: Das Wasser filtert die Schadstoffe nicht. Es kühlt den Rauch. Und kühler Rauch lässt sich tiefer inhalieren — das ist ein Nachteil, kein Vorteil.

Dazu kommen zwei Dinge, die sich aus der Nutzung ergeben:

Vergiftungen damit sind keine Randerscheinung. Sie treten regelmäßig auf — zu Hause, in Shisha-Bars, besonders in schlecht belüfteten Räumen — und werden häufig für einen Kreislaufkollaps gehalten: Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Benommenheit.

Wer nach dem Shisha-Rauchen diese Beschwerden hat, gehört an die frische Luft und braucht den Rettungsdienst — und der Hinweis, dass Shisha geraucht wurde, gehört dazu. Eine Kohlenmonoxidvergiftung wird ohne diese Information leicht übersehen.

Auch Umstehende sind betroffen, ohne selbst zu rauchen. Und elektrische Kohle senkt das Risiko, hebt es aber nicht auf.

Für Jugendliche

Alle drei Produkte dürfen in Deutschland nicht an unter 18-Jährige abgegeben werden. Der Grund ist nicht Bevormundung: Das Gehirn reagiert in dieser Lebensphase besonders empfindlich auf Nikotin, und eine früh begonnene Abhängigkeit ist deutlich schwerer wieder loszuwerden.

Süße Aromen und unauffällige Bauformen sind für diese Gruppe besonders wirksam — das ist der Punkt, an dem die Produkte tatsächlich Neueinsteiger gewinnen.

Was nicht in die Diskussion gehört Die schweren Lungenerkrankungen, die vor einigen Jahren in den USA auftraten, gingen auf einen Zusatzstoff in illegal gehandelten Cannabisprodukten zurück, nicht auf handelsübliche nikotinhaltige Liquids. Das wird bis heute vermischt — und beides gerät dadurch aus dem Blick: Der Vorfall sagt nichts über E-Zigaretten aus, wohl aber viel über Produkte aus unkontrollierten Quellen. Selbst gemischte oder unregulierte Liquids sind das eigentliche Risiko.

Häufige Fragen

Ist die E-Zigarette gesünder als Rauchen?

Für Menschen, die rauchen, senkt ein vollständiger Umstieg die Schadstoffbelastung erheblich — es fehlt die Verbrennung und damit Teer und ein Großteil der krebserzeugenden Stoffe. Für Menschen, die nicht rauchen, schafft der Einstieg eine Abhängigkeit, die vorher nicht da war. Beides gilt gleichzeitig; die sinnvolle Frage ist nicht, ob es schädlich ist, sondern was an die Stelle wovon tritt.

Filtert das Wasser in der Shisha die Schadstoffe?

Nein. Es kühlt den Rauch — und kühler Rauch lässt sich tiefer inhalieren, was ein Nachteil ist und kein Vorteil. Dazu kommt die Rauchmenge: Eine Sitzung dauert oft eine Stunde und umfasst ein Vielfaches des Rauchvolumens einer Zigarette. Und die Kohle erzeugt Kohlenmonoxid, das das Wasser ebenfalls nicht zurückhält.

Woran erkenne ich eine Kohlenmonoxidvergiftung?

An Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit und Benommenheit während oder nach dem Shisha-Rauchen. Das Gas ist geruch- und farblos, und die Beschwerden werden regelmäßig für einen Kreislaufkollaps gehalten. Sofort an die frische Luft und den Rettungsdienst rufen — und sagen, dass Shisha geraucht wurde, sonst wird die Ursache leicht übersehen.

Kann ich E-Zigarette und Zigarette parallel nutzen?

Das ist der häufigste Fehler beim Umstieg. Wer weiter raucht und zusätzlich dampft, hat die Belastung nicht gesenkt, sondern nur die Gelegenheiten vermehrt, an denen Nikotin nachgeliefert wird. Der gesundheitliche Vorteil entsteht erst beim vollständigen Umstieg — und der ist ein Zwischenschritt, kein Ziel.

Werden meine Angaben dazu gespeichert?

Nein. Die Einordnung läuft vollständig mit JavaScript in Ihrem Browser; Ihre Angaben verlassen Ihr Gerät nicht und werden nicht gespeichert.

Grundlagen und Quellen
Die Einordnung eines vollständigen Umstiegs als Verringerung der Schadstoffbelastung bei gleichzeitig fehlender Unbedenklichkeit sowie die Warnung vor einer Doppelnutzung entsprechen den Stellungnahmen des Deutschen Krebsforschungszentrums und des Bundesinstituts für Risikobewertung. Angaben zur Wasserpfeife — fehlende Filterwirkung des Wassers, erhöhtes inhaliertes Rauchvolumen und die Bildung von Kohlenmonoxid durch die Kohle einschließlich dokumentierter Vergiftungsfälle — folgen denselben Quellen sowie der toxikologischen Literatur. Das Abgabeverbot an Minderjährige ergibt sich aus dem Jugendschutzgesetz. Die schweren Lungenerkrankungen in den USA wurden mit einem Zusatzstoff in illegal gehandelten Cannabisprodukten in Verbindung gebracht, nicht mit handelsüblichen nikotinhaltigen Liquids.

Was dieser Rechner nicht leistet: er bewertet keine einzelnen Produkte und nennt keine Marken. Die Langzeitfolgen sind für alle drei Produktgruppen nicht abschließend bekannt.

Zuletzt geprüft 7. September 2026 · Nächste Prüfung März 2027 · Veröffentlicht 7. September 2026

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